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04.12.2006

Der Wissensdienst Google Answers verstummt

Surfer geben offenbar dem Konkurrenten Yahoo den Vorzug vor Googles kostenpflichtigem Dienst.

Google Answers war eines der ersten Projekte, das Google unabhängig von seiner alles dominierenden Suchmaschine betrieb. Benutzer sollten einer von Google gebildeten Expertengruppe auch detaillierte Wissensfragen stellen können. Neben einer Pauschale von 50 Cent konnte der Fragende einen freiwilligen Obolus zwischen zwei und 200 Dollar für die Antworten bezahlen.

Doch offenbar kam diese Idee bei Surfern nicht gut an. Ohne Gründe zu nennen, kündigte Google nun an, keine Fragen mehr anzunehmen. Antworten soll es noch bis Jahresende geben, ebenso wie die bisherigen Ergebnisse sich auch weiterhin durchsuchen lassen. Manchmal müsse man eben seine Ziele überdenken, hieß es lapidar im offiziellen Unternehmens-Blog.

Viele Fragen, wenig Antworten

Teilnehmer hatten bereits seit einiger Zeit über Google Answers geklagt und unter anderem kritisiert, keine Antworten mehr erhalten zu haben. Marktbeobachter sehen in der Entscheidung eine Schlappe gegenüber dem Konkurrenten Yahoo. Dieser betreibt mit "Yahoo Answers" einen weniger ambitionierten Ansatz, der vorsieht, dass sich Nutzer untereinander befragen und austauschen können. Geld fließt bei diesen Modellen nicht, stattdessen hofft Yahoo auf Werbeeinnahmen.

Niederlage für Google

Laut Danny Sullivan, Chefredakteur des Informationsdienstes Searchenginewatch.com, habe Yahoo es besser als Google verstanden, ein "Community"-Gefühl zu erzeugen. In Anbetracht des Erfolgs von Yahoo Answers sei Googles Rückzug eine Niederlage, schreibt Sullivan in seinem Blog.

Konkurrenz könnte Yahoo künftig vom Rivalen Microsoft erwachsen. Dieser startete im August mit "Live QnA" (http://qna. live.com/) einen mit Yahoo Answers vergleichbaren Dienst. Einen weiteren Wissensdienst unterhält beispielsweise Lycos seit kurzem mit "Lycos IQ". (as)