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07.07.1995

Desert Land Motorola

Unisys baut bei seinen "U6000"-Unix-Rechnern und den massiv- parallelen "Opus"-Maschinen mittlerweile ausschliesslich auf Intels Rechenkuenste. Ohnehin waren die S8400-Rechner nur mehr Erblast aus der Burroughs-Vergangenheit; sie wurden praktisch ausschliesslich in den USA eingesetzt.

Die Harris Computer Systems Corp., im September 1994 per Management-Buyout aus der Harris-Gruppe herausgeloest, wechselte auf den RISC-Prozessor Power-PC. Die verschiedenen Modelle ihrer Night-Hawk-Echtzeitcomputer rechneten vordem mit 680x0-CISC- beziehungsweise 88k-RISC-CPUs von Motorola.

Auch Encore musterte Motorola aus: Ende 1994 kam dort das Aus fuer die 88110-Chips, die bislang auch DG noch in ihren Aviion-Servern nutzt. Als Prozessor-Hauptlieferant fuer Encores Echtzeitsysteme fungiert nun die Digital Equipment Corp. (DEC) mit ihren "Alpha"- RISC-Chips.

Spektakulaerer noch war die Entscheidung von AT&T GIS (Global Information Solutions), sich von der Motorola-Architektur zu trennen. 1990 - seinerzeit noch als NCR am Markt - stieg auch sie von Motorolas 680x0-CISC-Prozessoren komplett in die Intel-Welt um. Auch diesem Konvertiten sollte das attraktive Hardware- Software-Duo Intel-Microsoft die Geschaefte ankurbeln helfen.

Am bittersten duerfte Motorola allerdings der Umstieg von Apple getroffen haben: Vor vier Jahren hat Firmenboss Michael Spindler den 680x0-Prozessoren die Treue gekuendigt und sich in die Arme der Ueberlebensgemeinschaft Apple, IBM und Motorola (AIM) gestuerzt. Seit anderthalb Jahren rechnen seine Macintosh-Systeme mit der Power-PC-CPU.

Auch Motorola hat sich die Power-PC-Architektur auf die Fahnen geschrieben: Die "Powerstack"-Maschinen treten die Nachfolge der Delta-Series-8000-Modelle an. Fuer die gibt es, so Firmensprecherin Cornelia Marschall von Bieberstein, "zwar bei den Resellern noch Nachfragen, die laesst aber schon sehr nach." Grund hierfuer sei, dass Softwarehaeuser die Power-PC-Plattform sehr viel lieber bedienen.