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30.06.1995

Desktop-Kosten fixieren Outsourcing fuer End-User - Cap Gemini wittert Wachstumsmarkt

LONDON (ua) - Cap Gemini Sogeti (CGS) entdeckt die Endanwender als Zielgruppe fuer ein lohnendes Outsourcing-Geschaeft. Unter der Bezeichnung "Distributed Computing Services" will die Firmengruppe ihre Integratorendienste im Client-Server-Umfeld ausbauen und auch technischen Sofortsupport fuer Desktop-Probleme anbieten. Der englische Versicherungskonzern Natwest Life greift auf das Angebot zurueck.

"Niemals haetten wir das alleine geschafft", seufzt Peter Steggall, Management Service Director von Natwest Life. "Als ich vor etwas mehr als zwei Jahren von der Mainframe-Welt in die heterogene Umgebung dieses Unternehmens wechselte, gab es schlicht keine Remote-Tools fuer Netzwerke - in bezug auf Robustheit und Verfuegbarkeit bedeutete das einen Rueckschlag fuer das IT-Geschaeft von 20 Jahren! Zudem wechselt die Client-Server-Technologie fast jede Woche ihr Gesicht."

Die DV-Infrastruktur von Natwest Life beruht auf einem Netz, das aus intelligenten Routern und Hubs besteht. Angeschlossen sind etwa 800 Windows-Workstations und 50 Microsoft- OS/2-LAN-Manager- Server. Das LAN ist verknuepft mit einem remoten Datenzentrum, das Unisys-Mainframes beherbergt und von Natwest selbst gewartet wird.

Ziel des Outsourcings bei Natwest Life war zunaechst die Stabilisierung des Systems sowie eine Reduktion der DV-Kosten. Heute wendet das Unternehmen jaehrlich etwa 20 Millionen Pfund, rund 44,6 Millionen Mark, fuer die Datenverarbeitung auf. Fuenf Prozent davon gehen fuer Outsourcing-Dienstleistungen an das englische CGS-Unternehmen Hoskyns .

Seitdem es PCs in der DV-Welt gibt, machen, wie CGS-CEO Geoff Unwin es darstellt, "eine Menge Leute in den Anwenderunternehmen eine Menge versteckte Arbeit" und produzieren damit versteckte Kosten. Outsourcing ist seiner Meinung nach eine Moeglichkeit, diese aufzudecken und in den Griff zu bekommen.

Natwest Life hat den technischen Desktop-Support an Hoskyns uebertragen. Probleme, die mit den darauf laufenden Applikationen zusammenhaengen, muss ein hauseigenes Supportteam loesen. Genau das haelt jedoch Eric Lutaud, Vice-President Service Offerings bei der CGS-Group, fuer falsch. Seiner Ansicht nach koennen Endanwender Grad und Ausloeser einer PC-Stoerung nicht sofort benennen. Deshalb gehoerten im Desktop-Support technische Kompetenz und Anwendungs- Know-how zusammen.

Doch auch in der Komplexitaet von System-Management-Aufgaben sieht CGS-CEO Unwin Gruende fuer ein lohnendes Outsourcing. Ein Unternehmen aus dem Kundenkreis der CGS setze immerhin Produkte von mindestens 20 beziehungsweise durchschnittlich von 47 unterschiedlichen Herstellern ein. Natwest Life nutzt auch hier die Hoskynschen Dienste: Server- und Netz-Management, Sicherheit im Netz, Wartung sowie Schulung.

Die Cap Gemini Sogeti verfuegt weltweit ueber etwa 19000 Beschaeftigte. Mit ungefaehr 6300 Mitarbeitern ist die Daimler-Benz- Tochter Debis Systemhaus das groesste angeschlossene Unternehmen.

Der Umsatz der Firmengruppe belief sich 1994 auf sechs Milliarden Mark (einschliesslich des Debis Systemhauses). 37 Prozent des Gesamtumsatzes werden mit Outsourcing erwirtschaftet, doch nur acht Prozent des Umsatzes entfallen bislang auf den Bereich Distributed Computing Services.