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01.12.1989 - 

Sun- Vize: " Wir sind ein System-Distributor"

Desktop-Systeme bald zu einem Drittel unter UNIX

MÜNCHEN (CW) - Der Desktop-Markt wird 1992 "konservativ geschätzt" zu 30 Prozent ein Unix-Markt sein, und für Unix-Desktop-Systeme ist ein Volumen zwischen 20 und 30 Milliarden Dollar zu erwarten. Diese Ansicht vertrat Edward Zander, Vice-President Marketing bei Sun Microsystems, bei einem Pressegespräch in München.

Nach Verlusten im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres meldet die Zentrale im kalifornischen Mountain View nun einen Gewinn von 5,2 Millionen Dollar aus 538 Millionen Umsatz für das erste Quartal 1989 per 30 September. Obwohl sich Sun auf der zwischenzeitlichen Talfahrt einige Kratzer im Image zugezogen hat, sieht Zander sein Unternehmen auch in Zukunft als Marktführer bei Desktop-Systemen unter Unix.

Den Begriff "Workstations" vermied er, denn "Sun ist kein Workstation-Anbieter mehr, sondern eher ein System-Distributor". Workstations allein könnten andere ebensogut verkaufen, besonders billig die Japaner, stellte Zander fest. Auch die Anbieter von High-end-PCs, etwa Apple mit der kommenden Mac-Generation, seien inzwischen eine ernstzunehmende Konkurrenz für Sun; überhaupt seien die Begriffe "Workstation"

und "PC" nicht mehr eindeutig. Auf dem Markt der Komplettlösungen Jedoch, die neben den Arbeitsplatzrechnern Server, Software und Service umfassen, sieht Zander auch künftig Sun in einer führenden Rolle.

Eine wichtige Einnahmequelle Suns ist laut Zander die Lizenzierung der RISC-Architeklur "Sparc" Eine Reihe amerikanischer, europäischer und japanischer Computerhersteller, zu- letzt auch die koreanische Lucky Goldstar, hätten inzwischen Lizenzen für Sparc-Prozessoren gezeichnet.

Eine Absage erteilte der Marketing-Manager der "Lock-in-Strategie" von Herstellern, die ihren Kunden keine Wahl bei der Erweiterung ihrer Systeme auf der Hard- und der Softwareseite lassen. Sun wolle offene Systeme liefern und sich "nicht hinter proprietären Architekturen und Betriebssystemen verstecken".

In Paris hat Sun eine neue Forschungs- und Entwicklungseinrichtung eröffnet: Das International Center for Network Computing (ICNC) soll sich mit der Entwicklung von OSI-konformen Produkten für das Management und die Überwachung flächendeckender Netze befassen. Die Mitarbeiter des ICNC werden, so Zander, in den europäischen Standardisierungsgremien mitarbeiten.