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17.11.2005

Desktop-Ticker für den IT-Alarm

Neben Mitarbeiterbenachrichtigungen erlaubt die Desktop-Ticker-Software "Bestinformed" nun auch, IT-Alarm auf Basis von Client-Status und Systemeinstellungen auszulösen.

Solange die IT läuft, ist alles gut. Stehen aber Systemänderungen an oder fallen gar Server oder Anwendungen aus, ist neben einer kompetenten technischen Unterstützung auch eine effiziente Kommunikationsstrategie gefragt. Je nach Größe einer IT-Organisation obliegt es entweder Administratoren oder dem Helpdesk, die Anwender rechtzeitig über neue Situationen zu informieren und Verhaltensregeln im Krisenfall zu übermitteln. Die klassischen Übermittlungswege Telefon und E-Mail funktionieren dabei nicht immer reibungslos, denn bei größeren Ausfällen sind oft alle Leitungen blockiert. Mit Mail hingegen erreicht man immer nur einen Teil der Desktop-Anwender zeitnah.

Beispiel HUK Coburg

Umfragen per Newsticker haben im Vergleich zu klassischen E-Mail-Befragungen den Vorteil, dass sie auf deutlich höhere Akzeptanz bei den Benutzern stoßen. Das bestätigt beispielsweise Eva Maria Zeckey, stellvertretende Abteilungsleiterin Benutzerunterstützung bei der HUK Coburg. Die Erfahrungen in ihrem Unternehmen belegen ungleich kürzere Antwortzeiten: "Bei Befragungen hatten wir bereits nach 70 Minuten den Zielwert von 1000 ausgefüllten Fragebögen erreicht. Das entsprach einer Rücklaufquote von annähernd 50 Prozent - und das während der Mittagspause."

Steckbrief

Bestinformed 3.8 läuft unter allen Windows-Versionen ab 95 sowie auf Windows Server 2003 und dem Terminal-Server. Als Varianten werden die Basis-, Professional- sowie die Enterprise-Edition angeboten. Die Kosten betragen dabei pro Arbeitsplatz 9,90, 19,90 beziehungsweise 29,90 Euro. Als Add-ons schlagen die Komponenten TED und Remote Access mit 7,90 Euro beziehungsweise 9,90 Euro je Client zu Buche. Die Cordaware Enterprise Edition kann als Testversion inklusive der Erweiterungen TED und Remote Access von www.cordaware.com heruntergeladen werden.

Eine Lösung stellt der Desktop-Nachrichtenticker Bestinformed vom Pfaffenhofener Softwarehersteller Cordaware dar. Der Vorteil eines solchen temporär eingeblendeten Infobands, das an TV-Pendants wie N24 erinnert, liegt in der erzwungenen Aufmerksamkeit: Eine plötzlich eingeblendete, durchlaufende Info aus der IT oder dem Management ist für alle Mitarbeiter am PC oder Thin Client ein unausweichlicher Hingucker. Der Benutzer wird informiert, ohne dass er ein Mail-Programm öffnen muss oder ein Popup-Fenster vorschnell weggeklickt hat. Die Beeinträchtigung der Arbeitsumgebung hält sich aufgrund des schmalen Laufbands am oberen Bildschirmrand in Grenzen.

Cordaware hat nun die neue Version 3.8 um einige Funktionen erweitert, so etwa die zielgenauere Verteilung von Tickernachrichten. Bisher bestand die Möglichkeit, Adressatenlisten auf der Basis von Domänen- oder Active-Directory-Gruppen zu erstellen. Nun kommen dynamische Gruppendefinitionen (Channels) hinzu.

Weniger Streuverluste

Helpdesk-Mitarbeiter und Administratoren können so ihre Nachrichten und Alarme noch gezielter und mit weniger Streuverlust verbreiten. Ein Beispiel macht das deutlich: Fällt etwa ein Datei-Server aus, auf dem üblicherweise alle Benutzer ihre Office-Dokumente ablegen, dann lassen sich per Tickermeldung ausschließlich jene Anwender alarmieren, die in diesem Augenblick gerade Word, Excel oder Powerpoint laufen haben.

Möglich wird diese gezielte Ansprache durch den auf jedem Client im Hintergrund arbeitenden Bestinformed-Agenten. Im genannten Beispiel prüft dieser die Prozessliste des lokalen Rechners auf laufende Office-Programme. Findet er ein solches, startet er den Ticker mit der vom Server bereitgestellten Nachricht. Folgende Systemkriterien lassen sich nutzen: installierte Applikationen, Netzwerkverbindungen, vorhandene Dateien, Registrierungseinträge oder Dateieigenschaften. Die Netzlast zwischen dem Server und den Clients hält sich in Grenzen, da der Info-Server nur einmal allen Clients eine Meldung inklusive der vordefinierten Bedingungen sendet und die Prüfung der Bedingung dem Client-Agenten überlässt.

Die zweite größere Neuerung betrifft das separat erhältliche Umfragemodul "Cordaware TED". Der Info-Ticker präsentiert hierbei Einladungen für firmeninterne Umfragen. Klicken die Mitarbeiter auf den durchlaufenden Link, öffnet sich im Browser der entsprechend vorbereitete Fragebogen. Bisher waren nur einfache Fragebögen auf Multiple-Choice-Basis möglich, nun stehen eine Reihe intelligenter Funktionen zur Verfügung, so etwa komplexe Fragebögen mit zehn Fragetypen. Dank einer integrierten Routing-Logik lassen sich auch antwortabhängige Fragebogensequenzen realisieren, um etwa von Seite zwei auf fünf zu springen. Daneben gibt es die Möglichkeit, mit Stichproben zu arbeiten oder einer am Server vorgenommenen Teilnehmerauswahl per Zufallsgenerator. Das System genügt den Datenschutzbestimmungen, indem es eine Anonymisierung von Fragebögen ermöglicht. (ue)