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25.03.1994 - 

Meinung

Desolate Situation der Marktforschung

Herzlichen Glueckwunsch zu Ihrem Artikel.

Meines Wissens ist es das erste Mal, dass sich ein DV-Fachblatt die Muehe macht, zwei Studien ueber den gleichen Markt gegenueberzustellen und zu hinterfragen, wie es zu den teilweise drastischen Abweichungen kommen konnte.

Ihr Artikel demonstriert sehr anschaulich, mit welchen Problemen die Marketing-Spezialisten der grossen DV-Anbieter zu kaempfen haben, wenn es darum geht, verlaessliche Daten nicht bloss des PC- Marktes zu erhalten, um anhand dieser Zahlen die Potentiale, Volumina und Anteile an den verschiedenen DV-Maerkten zu bestimmen.

Auf diesem - nach Durchsicht Ihres Artikels offenbar wackligen - Fundament muessen anschliessend marktgerechte Marketing-Strategien und Vertriebsplaene erstellt werden. Um trotz der hier dargestellten, ziemlich desolaten Situation der DV-Marktforschung - nicht nur in Deutschland - zu soliden Planzahlen zu kommen, bedarf es langjaehriger Erfahrung, einer gesunden Skepsis bezueglich der Qualitaet dieser Marktstudien sowie einer gewissen prognostischen Begabung.

Ich haette mich gefreut, wenn die CW in diesem Zusammenhang, der Ihnen ja nicht unbekannt ist, darauf gedrungen haette, dass sich unsere Marktforscher endlich zu einer einheitlichen, idealerweise modular aufgebauten Definition des PC- beziehungsweise DV-Marktes durchringen.

Angesichts schrumpfender DV-Maerkte und rezessiver Tendenzen ist es dafuer hoechste Zeit!

Rainer Wachtel, 30161 Hannover

Anmerkung der Redaktion: Das Problem ist so alt wie die Computerbranche selbst. Die Zahlen der Marktforscher beruhen in der Regel auf Herstellerangaben - klar, dass dabei kraeftig geschoent wird. Druck koennte nur von Anwenderorganisationen oder amtlichen Stellen ausgehen, wie das etwa im Kfz-Bereich der Fall ist. Dass sich die Anbieter langfristig schaden, indem sie Marktstatistiken tolerieren, die sie selbst gefaelscht haben, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Branche ist noch nicht erwachsen geworden. Diese Tatsache spricht aber auch nicht fuer die Muendigkeit der Anwender.