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29.05.1987 - 

Telecom-Konzern will Terrain zurückgewinnen:

DeTeWe hofft auf Ende der Stagnation

BERLIN (vwd) - Der Strukturwandel in der gesamten Fernmeldeindustrie, der unaufhaltsam in Richtung digitalelektronischer Systeme geht, wird auch in diesem Jahr das Geschäft der DeTeWe Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG Berlin prägen.

Wie das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht l986 schreibt, sollen die Investitionen in neue Produktionsanlagen auf hohem Niveau gehalten werden, um das Produktprogramm der zunehmenden Aufgeschlossenheit des Marktes gegenüber den neuen Kommunikationstechniken weiter anzupassen.

DeTeWe rechnet 1987 vor allem mit einer Ausweitung des inländischen Privatkundengeschäftes. Aber auch im Geschäftsbereich öffentliche Vermittlungstechnik erwarte man vermehrte Aufträge durch die Deutsche Bundespost, zumal da DeTeWe in diesem Jahr erstmals als eigenständiger Anbieter digitaler öffentlicher Vermittlungstechnik Zugang zum Preiswettbewerb der Post habe. Der Vorstand rechne mit einem erfolgreichen Jahresabschluß.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 558 (564) Millionen Mark, der Auftragseingang belief sich auf 527 (559) Millionen Mark und war laut Vorstandsbericht vom Rückgang der Bestellungen in herkömmlicher elektromechanischer Technik beeinflußt. Vor allem in der öffentlichen Vermittlungstechnik, die einen wesentlichen Teil der Eigenfertigung ausmache, habe es einen deutlichen Rückgang bei den Bundespostaufträgen für traditionelle Technik gegeben, während das Unternehmen bei der Vergabe von Aufträgen für die digitale öffentliche Vermittlung nur vereinzelt zum Zuge gekommen sei.

Im Privatgeschäft konnte der Auftragseingang durch den erhöhten Absatz von Bürotelefonanlagen und digitalen Nebenstellensystemen um acht Prozent gegenüber 1985 gesteigert werden, obwohl vermehrter Wettbewerb und ein weiterer Verfall der Preise diesen Markt prägten. Auch das Exportgeschäft hat sich infolge weiterer Gerätezulassungen im Ausland erfreulich entwickelt. Das digitale Nebenstellensystem "content 300" erhielt die Marktfreigabe für Italien.

Deutlicher Rückgang bei Post-Aufträgen

Zur Zukunftssicherung des Unternehmens wurden 1986 insgesamt 65 Millionen Mark aufgewendet, davon 47 Millionen Mark für die Produktentwicklung. Die Sachinvestitionen beliefen sich auf 18 (26) Millionen Mark. Wie aus dem Geschäftsbericht weiter hervorgeht, verminderte sich die Gesamtleistung auf 510 (570) Millionen Mark, der Rohertrag wird mit 334 (332) Millionen Mark ausgewiesen. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erbrachten 13,8 (1,98) Millionen Mark. Vor allem die größte Tochtergesellschaft des Unternehmens, Francotyp-Postalia GmbH, Berlin/Offenbach, konnte ihren Umsatz um vier Prozent auf 94,3 (91,0) Millionen Mark erhöhen. Die Eigenmittel erhöhten sich durch die Rücklagendotierung auf 108,7 (103,3) Millionen Mark, bestehend aus 30 Millionen Mark Grundkapital und 78,7 (73,3) Millionen Mark offene Rücklagen. Die Zahl der Mitarbeiter belief sich im Jahresdurchschnitt 1986 auf 4528 (4864). Vor allem in der Fertigung und Montage traditioneller Vermittlungstechnik seien Arbeitsplätze abgebaut worden.