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01.02.2005

Deutliche Worte in Davos

Auf dem World Economic Forum meldete sich Prominenz aus der IT-Branche kritisch zu Wort.

Bill Gates hat auf dem World Economic Forum (WEF) in Davos heftige Kritik an der US-Regierung geübt: Aufgrund der strikten Einreisebestimmungen in den USA sei die Zahl ausländischer Studenten an amerikanischen Universitäten gesunken. Der Microsoft-Gründer wertet diese Entwicklung als "Desaster", das die Führungsposition seiner Nation gefährde.

Fiorina: Vorsichtige Investitionen

Neben Gates zählte auch Carleton Fiorina zu den prominenten Gästen aus der IT-Welt, die sich in den Schweizer Bergen zum Gedankenaustausch einfanden. Die HP-Chefin erwartet in den kommenden zwölf Monaten eine "vorsichtige" Rückkehr zu IT-Investitionen. Ihrer Einschätzung nach werden sich die Firmen wieder zunehmend darauf konzentrieren, zu wachsen. Das geschehe aber nicht von selbst, sondern erfordere Investitionen in Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen. Allerdings riet sie zu "realistischen" Erwartungen, denn die Zuwächse der 90er Jahre würden schwerlich wiederkehren. Ferner geht Fiorina davon aus, dass die Konsolidierungswelle in der IT-Branche aufgrund des Preisverfalls weiter anhalten wird. Was ihr eigenes Unternehmen angehe, habe man im Bereich Forschung und Entwicklung Schritte eingeleitet, um zu verhindern, dass PCs und andere Produkte zu Billiggütern verkämen.

Billig-Laptops für die Welt

Mit dem Prototypen eines Notebooks zum Preis von etwa 100 Dollar machte Nicholas Negroponte auf sich aufmerksam: Der Gründer und Chef des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) plant die Massenproduktion von Billig-Laptops für Entwicklungsländer. Rückenstärkung für sein Projekt habe ihm zunächst Chiphersteller AMD zugesagt, mit Google, Motorola und Samsung sei er derzeit im Gespräch. In den Bereich des Möglichen rückt die billige Produktion aufgrund einer bemerkenswert einfachen Lösung, die die Kosten für die teuerste Notebook-Komponente - das Display - auf etwa 25 Dollar reduzieren könnte. Das Gerät, nur wenig größer als ein gängiger Tragbarer, verfügt über ein zeltförmiges Popup-Display, das eine aus dem Bereich der Rückprojektionsfernseher entlehnte Technik in Kombination mit einer LED-basierenden Lichtquelle nutzt.

"Google" war ihr erstes Wort

Bereits seit Anfang der 80iger Jahre propagiert der Technikguru den Einsatz digitaler Technik, um die Lebensqualität in den ärmsten Ländern der Erde zu verbessern. Nun will Negroponte die Bildungsministerien in Ländern wie China überzeugen, Notebooks anstelle von Lehrbüchern zu verwenden. Was Billigrechner im breiten Einsatz bewirken könnten, hätten ihn seine Erfahrungen in Kambodscha gelehrt, wo er Laptops an Kinder verteilt habe. "Das erste englische Wort, das die Kinder dort sprachen, war ?Google?", so Negroponte. Für ihn ein Beweis, wie schnell sie die Mobilgeräte zu nutzen wüssten. (kf)