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01.12.2000 - 

Bangalore IT.Com 2000: Asiens größte IT Messe

Deutsche Anbieter spielen in Indien noch kaum eine Rolle

01.12.2000
Five Days of Future, so lautete der diesjährige Titel der IT.Com. Die mit 300000 Besuchern größte IT-Messe Asiens fand auf dem Gelände des Sommerpalastes in Bangalore, Indien, statt. Auf Green-Card-Initiativen für den Export von Fachkräften ist der Subkontinent längst nicht mehr angewiesen. Von Constantin Rau*

Auch eine vom bayrischen Staatsminister Erwin Huber geleitete Delegation besuchte die Messe. Der für Medien sowie Informations- und Kommunikationstechnik zuständige Politiker setzte sich in einer Diskussionsrunde vor allem für eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Bundesstaat Karnataka und Bayern ein. Bei der Erschließung des deutschen Marktes soll den indischen Partnern das neugegründete Unternehmen Bayern MIT GmbH helfen.

Ansonsten ließ die Anwesenheit deutscher Unternehmen zu wünschen übrig, wenn auch Global Player wie Bosch und Deutsche Bank als Aussteller vertreten waren. Mittelständische Unternehmen, die hier um Green-Card-Mitarbeiter warben, suchte man jedoch vergebens.

Die indische IT-Industrie wächst schon seit einiger Zeit jährlich um mehr als 50 Prozent. Die Brutto-Einkünfte aus diesem Sektor werden dieses Jahr rund 5,7 Milliarden Dollar betragen, mit einem Exportanteil von vier Milliarden Dollar. Das anhaltende stetige Wachstum wird auf die Tatsache zurückgeführt, dass IT nicht mehr nur in den Technologieparks stattfindet, sondern inzwischen auch die einzelnen Bundesstaaten reges Interesse zeigen und spezielle IT-Strategien entwickeln. Einheimische und ausländische Investoren vertrauen zunehmend in die indische Softwareindustrie. So hat Microsoft angekündigt, demnächst drei Software-Entwicklungszentren in Indien zu eröffnen.

Noch spielen für indische Softwerker die Aufträge ausländischer Firmen eine große Rolle. So gibt es mittlerweile über 280000 beschäftigte Fachkräfte in der IT. Allein im Bundesstaat Karnataka, in dem sich Indiens "Silicon Valley Bangalore" befindet, sind es 75000. 77 Ingenieur-Colleges bringen jährlich 28000 Absolventen hervor, von denen 10000 der Informations- und Kommunikationstechnik zugerechnet werden. Ende des Jahres sollen es sogar 14000 DV-Experten sein.

Doch nicht nur in den "Human Resources" hat Karnataka viel zu bieten. So gibt es in Bangalore, der Hauptstadt Karnatakas, zahlreiche Institute und Forschungseinrichtungen wie das Centre for Artifical Intelligence and Robotics, das Indian Institute of Management, das Indian Institute of Information Technology (IIIT) und das Indian Space Research Institute. Bangalore selbst beherbergt viele Softwareunternehmen, die das komplette Spektrum der Software-Services anbieten. Zielgruppe sind vor allem mittelständische ausländische Unternehmen, die Probleme im Bereich der Human Resources und des Outsourcing haben, die sich mit indischer Hilfe beheben lassen. Die Vorteile indischer Partner liegen in der Fähigkeit, Projekte schnell zu starten, flexibel zu gestalten und preisgünstige Lösungen von versierten Fachleuten erstellen zu lassen.

*Constantin Rau ist freier Autor und lebt in Bangalore.

DIE IT.Com 2000Auch in der dritten Auflage der IT.Com im indischen Bangalore wurden die Rekordzahlen der Vorjahre gebrochen. 376 Aussteller, 500 Delegierte und mehr als 300000 Besucher kamen. Begleitend gab es ein Konferenzprogramm, auf dem mehr als 80 prominente Redner, unter anderem Experten vom MIT und Stanford, auftraten. Behandelt wurden an drei Tagen folgende Themen, IT für Endanwender, Entrepreneurship und Venture Capital Funding sowie Technologien für die Zukunft. Insgesamt nahmen 1000 ausländische Delegierte an der Konferenz teil. Das größte Kontingent an Delegierten reiste aus Japan an, gefolgt von den Austellern aus Singapur und den USA.