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06.10.1995

Deutsche Anwender offensichtlich nicht betroffen Apple-Notebooks koennen wegen fehlerhafter Batterien brennen

MUENCHEN (CW) - Die Apple Computer Inc. macht momentan schwere Zeiten durch: Lieferengpaesse bei ihren Macintosh-Systemen wegen fehlender Komponenten, der zu erwartende zunehmende Konkurrenzdruck durch Windows 95 und leistungsfaehige P6-PCs - und nun melden die Kalifornier technische Probleme bei der Notebook- Linie "Powerbook 5300".

Die Malaise stellten zwei Apple-Mitarbeiter unabhaengig voneinander fest: Sie fanden heraus, dass die in den Powerbook-Modellen benutzten Lithium-Ionen-Batterien sich sehr stark aufheizen koennen. In der Folge war es sogar moeglich, dass die Notebooks Feuer fingen.

Bislang - so Apple in einer Stellungnahme - habe man aus dieser Notebook-Serie allerdings erst rund 1000 Stueck ausgeliefert. Von diesen wiederum stuenden nur einige hundert bereits bei Anwendern.

Apple ruestet die Powerbook-5300-Systeme deshalb wieder mit Nickel- Hydrid-Batterien aus. Die Auslieferung der Maschinen werde man sofort wieder aufnehmen, hiess es weiter von Apple. Kaeufer der heizbaren Mac-Tragbaren sollen Nickel-Hydrid-Batterien zum Austausch erhalten.

Wie Reinhold Scheiler, Sprecher bei Apple Deutschland, sagte, seien in Deutschland noch keine Power-Macs der 5000-Linie ausgeliefert worden. Diese Rechner kaemen erst jetzt auf den Markt. Ausgeruestet sind die Maschinen mit Nickel-Hydrid-Batterien. Auf lange Sicht, so Scheiler weiter, werde man aber wieder auf die Lithium-Ionen-Technologie umsteigen.

Wegen der diversen Schwierigkeiten, denen Apple momentan begegnen muss, haben verschiedene Analysten ihre Voraussagen bezueglich der Dividendenentwicklung der Apple-Aktie bereits nach unten revidiert. Rob Enderle, Senior Analyst beim Marktforschungsinstitut Dataquest, meinte, die jetzt auftretenden Probleme kaemen fuer Apple zum schlechtmoeglichsten Zeitpunkt.

Enderle sagte, die Windows-95-Benutzeroberflaeche naehere sich bezueglich ihrer leichten Handhabung an die des Mac-OS an. Insbesondere duerfte Intels neue Hoechstleistungs-CPU "Pentium-Pro" (bislang "P6") Apple zu schaffen machen. Intel-PCs faenden leistungsmaessig zunehmend Anschluss an Power-Mac-Rechner, die mit Power-PC-RISC-Prozessoren arbeiten. Zudem seien Maschinen mit Intel-CPUs immer noch preisguenstiger.