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Deutsche Automobilhersteller wünschen sich Conti als VDO-Käufer

27.04.2007

Von Michael Brendel

Dow Jones Newswires

HANNOVER/MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Chancen der Continental AG für eine Übernahme der Siemens-Automobilsparte VDO sind gestiegen, falls sich der Münchener Konzern gegen einen Börsengang der Gesellschaft entscheiden sollte. "Die deutsche Automobilindustrie würde Conti gerne in der Führung bei VDO sehen", sagte eine mit der Situation vertraute Person zu Dow Jones Newswires. Dafür haben sich in informellen Gesprächen führende Manager der deutschen Hersteller ausgesprochen und dies auch Siemens zur Kenntnis gegeben.

Eine Übernahme von VDO durch den derzeit zweitgrößten deutschen Automobilzulieferer würde ein weiteres Schwergewicht gegenüber den japanischen und US-amerikanischen Wettbewerbern stellen, die ansonsten an Dominanz gewinnen würden, sagte die Person. Bosch ist derzeit am Umsatz mit 27,2 Mrd EUR gemessen der weltweit größte Automobilzulieferer. Conti würde bei einer Komplettübernahme von VDO nahezu die gleiche Größenordnung erreichen und die japanische Denso überholen.

Neben Continental hat auch die französische Valeo SA offiziell ihr Interesse an der Sparte bekundet. Während Conti an einer Komplettübernahme interessiert ist, will Valeo aber nur Teile erwerben. Nach Informationen einer weiteren mit den Verhandlungen vertrauten Person soll auch der US-Zulieferer TRW eine Offerte abgegeben haben. TRW gehört zu 57% dem Private-Equity-Investor Blackstone. Blackstone war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Siemens selbst hat bereits eine Vielzahl an konkreten Angeboten von strategischen und Private-Equity-Investoren vorliegen. "Wir haben Offerten erhalten", hatte erst am gestrigen Donnerstag der Siemens-Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld bekräftigt. Zu den Bietern hatte er weiterhin keine Aussagen gemacht. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte zudem erklärt, derzeit keine Verhandlungen zu führen und an einem Börsengang festzuhalten.

Siemens hatte Ende Januar angekündigt, VDO an die Börse bringen zu wollen. Bei dem Börsengang von VDO Automotive werde Siemens die Aktienmehrheit behalten, hieß es seinerzeit. Kleinfeld, der sich spätestens Ende September bei Siemens zurückziehen wird, nachdem ihm die einstimmige Rückendeckung aus dem Aufsichtsrat fehlt, bevorzugt eine Lösung, nach der ein Anteil von 25% bis 49% von VDO an die Börse gebracht wird. Allerdings hatte Kleinfeld auch Alternativen zu einem IPO nicht ausgeschlossen.

Webseite: http://www.siemens.com

http://www.conti-online.com

http://www.trwauto.de

http://www.valeo.de

-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,

michael.brendel@dowjones.com

DJG/mbr/smh/nas

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