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05.07.2010

Deutsche Bahn fordert faire Wettbewerbsbedingungen

Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

HAMBURG (Dow Jones)--Die Deutsche Bahn AG (DB), Berlin, hat sich erneut für faire Wettbewerbsbedingungen bei Ausschreibungen in Deutschland ausgesprochen. "Ich will Wettbewerb", sagte Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube am Sonntag in Hamburg. Er müsse aber fair sein und dürfe nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Grube kritisierte vor diesem Hintergrund in der Vergangenheit erteilte Aufträge an ausländische Wettbewerber. Es könnte nicht angehen, dass ausländische Unternehmen Ausschreibungen in Deutschland gewinnen würden, weil ihre Lohnkosten wesentlich geringer seien als die der DB, sagte der CEO.

Außerdem verteidigte der Vorstand das Vorhaben der Bahn, sich stärker außerhalb Europas zu engagieren. Entweder nehme die Bahn an der Konsolidierung aktiv teil oder sie lasse es über sich ergehen, dass Mitbewerber aus dem Ausland immer größer würden und die Deutsche Bahn immer weiter zurückfalle, sagte er. Der Vorstand habe sich für die erste Alternative entschieden und die jüngst zugekaufte Arriva werde der Wachstumsarm des Unternehmens für die Expansion im Schienenverkehr außerhalb Deutschlands.

Grube betonte zudem Anstrengungen des Konzerns, den Anteil regenerativer Energien ausbauen zu wollen. Allerdings werde die Bahn auch weiterhin Atomstrom einsetzen, weil dies der günstigste Energieträger sei und die Energiekosten bei der DB einen sehr hohen Anteil ausmachen würden.

Bei der Besteuerung von Energie sieht der Vorstand den Schienenverkehr im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern wie das Auto oder das Flugzeug im Nachteil und forderte auch mit Verweis auf die Einführung des Emissionshandels eine Gleichbehandlung aller Anbieter.

Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte die Pläne der Bahn, die bestehende Fernzugflotte auszutauschen. Aller Wahrscheinlichkeit nach erhalte Siemens den Auftrag zur Lieferung von rund 300 Zügen im Wert von mehr als 5 Mrd EUR, sagte der CEO. Bereits im Januar hatte die Bahn Siemens als bevorzugten Lieferanten ausgewählt.

Mit Blick auf bestehende technische Schwierigkeiten und der Unzufriedenheit mit Produktmängeln zeigte sich Grube optimistisch. Er sei "zuversichtlich", Lösungen mit den Herstellern zu erreichen. Kompromiss bei sicherheitsrelevanten Fragen werde es dabei aber nicht geben, sagte er.

Webseite: www.db.de - Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/kla

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