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22.07.1983 - 

Bargeldautomaten in Westeuropa seit 1975 verdreifacht:

Deutsche Banken wollen Automatenpool

22.07.1983

FRANKFURT (CW) - Rund 11 000 Bargeldautomaten stehen seit Ende letzten Jahres den Bank- und Sparkassenkunden in Westeuropa zur Verfügung. Damit hat sich die Zahl der installierten Geräte seit 1975 nahezu verdreifacht. Das ist eines der Resultate der von Battelle im Rahmen einer Bankenstudie durchgeführten Befragung von mehreren 100 Banken, Sparkassen und Verbänden in 16 westeuropäischen Ländern.

Ziel dieser Studie war es, Aufschluß zu erhalten über die Nutzung von Bargeldautomaten, über Art und Weise ihres Betriebes und über die Anzahl der ausgegebenen Karten sowie die sich abzeichnenden Trends bezüglich weiterer Installationen. Allein 7000 Geräte, also gut die Hälfte, befinden sich in Frankreich und Großbritannien. Das größte individuelle Automatennetz wird von der französischen Credit Agricol unterhalten (1700 Installationen) gefolgt von der britischen Lloyds Bank mit 1300 Geräten sowie der französischen Carte-Bleue-Gruppe (gleiche Anzahl).

Bezogen auf die absoluten Gerätezahlen ergibt sich folgende Reihenfolge:

Großbritannien 3500

Frankreich 3300

Schweden 960

Spanien 830

BR Deutschland 670

Italien 620

Belgien 500

Schweiz 350

Norwegen 340

Finnland 220 Österreich 150

Irland 65 Fast 80 Prozent aller von Battelle erfaßten Geräte waren so aufgestellt, daß sie durch die Außenwand einer Zweigstelle für die Kunden erreichbar waren, 17 Prozent befanden sich in der Zweigstelle oder in einem Vorraum zur Zweigstelle, während lediglich fünf Prozent an neutralen Plätzen (Flughäfen, Bahnhöfen) installiert waren.

Die Bargeldversorgungsmöglichkeiten in der Bundesrepublik werden sich insbesondere in diesem und im folgenden Jahr spürbar verbessern. Waren Ende 1982 zirka 670 Bargeldautomaten in Betrieb, so dürfte sich diese Zahl allein in diesem Jahr um zirka 1000 erhöhen.

Im Unterschied zu den meisten anderen europäischen Ländern verfolgen die Kreditinstitute in der Bundesrepublik das Ziel, einen Automatenpool aufzubauen, den alle Bankkunden benutzen können. Schlüssel zum Bargeld ist dabei die EC-Karte mit Magnetstreifen sowie eine dem Kunden mitgeteilte Geheimzahl.

Von Ende 1982 geschätzten 670 Automaten in der Bundesrepublik entsprechen knapp 100 Geräte der sogenannten Poolanforderung (das heißt diese Geräte waren auch außerhalb der Öffnungszeit der aufgestellten Bank durch andere Bankkunden benutzbar). Der Abhebungshöchstbetrag im Rahmen der Poolvereinbarung beträgt 300 Mark je Kunde und Tag.