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22.06.1990 - 

Der Filiale in Tokio folgen Büros in New York, London, Paris und Brüssel

Deutsche Bundespost Telekom hat internationale Ambitionen

TOKIO (cmd) - Parallel zu ihrem Engagement in Sachen DDR setzt die Telekom auch zum Sprung ins Ausland an: Der Startschuß fiel mit der Eröffnung eines Büros in Tokio, weitere Tochtergesellschaften sollen bis Ende des Monats in New York, London, Paris und Brüssel etabliert werden.

"Wir verlieren das lukrative Geschäft an weltweite Anbieter", begründete Telekom-Vorsitzender Helmut Ricke vor der Presse in Tokio den Gang ins Ausland. Vor allem gelte es, Wettbewerbsnachteile gegenüber US-Carriern wie AT&T und den "Baby Bells", aber auch gegenüber British Telecom und France Telecom, die schon seit längerem über Filialen auf den internationalen Märkten tätig sind, auszugleichen. Daneben stehen noch andere Maßnahmen ins Haus: So denkt die Telekom unter anderem darüber nach, ihre Mietleitungstarife "an einigen Ecken" nach unten zu korrigieren.

Um die neue internationale Zielsetzung seines Unternehmens zu unterstreichend nutzte Ricke die offizielle Eröffnung der "Deutsche Bundespost Telekom Kabushiki Kaisha" (K.K.) in Tokio auch dazu, mit dem japanischen Inlands-Carrier Nippon Telegraph + Telephone Corp. (NTT) ein "Memorandum of Understanding" zu unterzeichnen, das eine enge Zusammenarbeit vorsieht.

So wollen Telekom und NTT künftig länderübergreifende Dienstleistungen - angefangen bei der Bereitstellung von Mietleitungen bis hin zur Planung, zum Betrieb und zur Wartung kundenspezifischer Netze nach dem Prinzip des "One Stop Shopping" anbieten: Danach können beispielsweise japanische Unternehmen sämtliche Abrechnungen ihrer deutschen Tochterunternehmen über die NTT abwickeln, während umgekehrt deutsche Unternehmen die in Anspruch genommenen Leistungen ihrer Filialen in Japan bei der Telekom begleichen.

Als Präsidenten der Deutschen Bundespost Telekom K.K. stellte Ricke Paul Kuhn vor, der bis Ende 1988 für die Siemens AG und danach als selbständiger Unternehmensberater in Tokio tätig war. Wie der japanische Telekom-Ableger sollen auch die anderen Auslandstöchter als "landestypische Gesellschaften" in einer Rechtsform gegründet werden, die soweit wie möglich der deutschen GmbH nahekommt.

In den USA wird das Ricke-Unternehmen über die Deutsche Bundespost Telecom Inc., New York, unter der Leitung von Präsident Herbert Wirtz vertreten sein, in Großbritannien als Deutsche Bundespost Telekom Ltd., London, unter der Ägide von Managing Director Ernst Stoll. Bei der französischen Tochter Deutsche Bundespost Telekom S.A.R.L. führt Udo Hück die Geschäfte und in Brüssel fungiert Dietmar Schulz bei der Deutschen Bundespost Telekom S.A. als Beauftragter des Verwaltungsrats.