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Wachstum halbiert, aber immer noch über dem Durchschnitt:


10.10.1986 - 

Deutsche DEC erreicht die Umsatzmilliarde

MÜNCHEN (CW) - Stärker als die Mutter, aber deutlich langsamer als im Vorjahr ist die Digital Equipment GmbH, München, gewachsen. Um 20 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Mark erhöhte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 86. Im Vorjahr hatten es die Münchner auf 48 Prozent Umsatzplus gebracht.

Um 14 Prozent auf 7,59 Milliarden Dollar stieg der Umsatz der Digital Equipment Corporation, die einen Gewinn von 617,4 Millionen Dollar ausweisen konnte. Die Gewinnsteigerung betrug damit 38 Prozent. Die deutsche Tochter konnte in der konsolidierten Bilanz 10,3 (Vorjahr: 7,5) Millionen Mark Gewinn verbuchen.

Am Hardware-Umsatz ist laut Geschäftsführer und Vertriebschef Frank Berger die VAX-Familie jetzt zu 55 (45) Prozent beteiligt. Inzwischen sind 3340 Systeme dieser Modellreihe installiert, wobei die Micro-VAX II daran mit 1063 Geräten beteiligt ist. Die inzwischen 15jährige PDP-11-Serie trägt immerhin noch mit 11 (15) Prozent zum Hardware-Umsatz bei. Sie werde vor allem in der computerintegrierten Fertigung eingesetzt. Erneut registrierte DEC eine leichte Abnahme des Hardwareanteils am Gesamtumsatz zugunsten der Software- und Dienstleistungsabschlüsse. Derzeit macht DEC mit Hardware 64 Prozent, mit Software und Dienstleistungen 36 Prozent ihres Gesamtumsatzes.

Die anhaltend guten Ergebnisse ihrer deutschen Dependance haben die US-Mutter, die alleinige Gesellschafterin der Münchner GmbH ist, zu einer Verbesserung der Kapitalstruktur ihrer Tochter veranlaßt. Das Grundkapital der Digital Equipment GmbH wurde um 45 Millionen Mark auf 85 Millionen erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich damit auf 19 Prozent. In den USA arbeitet DEC mit einer Eigenkapitalquote von 80 Prozent.

Sorgen bereitet dem Sprecher der Geschäftsführung, Willi Kister, die Beschaffung geeigneter Mitarbeiter. So hat sich zwar der Personalbestand um 554 auf 2655 Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30. Juni) erhöht, doch hätten weitere 200 Stellen bei entsprechender Qualifikation der Bewerber besetzt werden können. Zwei Drittel aller Neueinstellungen fanden in Vertriebs- und Dienstleistungsfunktionen statt. In die Aus- und Weiterbildung investierte Digi tal Equipment 36 Prozent mehr als im Vorjahr: Bei durchschnittlich 2,5 Trainingswochen pro Mitarbeiter stieg der Ausbildungsaufwand auf 8,3 (6,1) Millionen Mark.

Zufriedenheit herrscht auch bei DEC-Europa. Mit fast 2,3 (1,98) Milliarden Dollar (plus 15 Prozent) erreichte das Unternehmen damit nach eigenen Angaben Platz 2 unter den Computerherstellern in der Alten Welt. Insgesamt investierten die europäischen DEC-Töchter 183 Millionen Dollar, die im wesentlichen in Fertigung und Entwicklung geflossen sind.