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DEC streicht weltweit 7000 Stellen


25.10.1996 - 

Deutsche Digital will Entlassungen vermeiden

In der gemeinsamen Erklärung haben Unternehmensleitung, Betriebsrat und IG-Metall ihre Absicht bekräftigt, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tochter zu verbessern, um "Arbeitsplätze zu sichern und Kosten zu reduzieren". Dazu sollen nun Verhandlungen aufgenommen werden.

Hintergrund des Papiers: Die Konzernspitze in den USA will nach Angaben der deutschen Arbeitnehmervertreter in dem am 1. Juni 1996 begonnenen Geschäftsjahr weitere 7000 von derzeit 59000 Stellen streichen. Dies würde auch mehrere hundert Arbeitsplätze in Deutschland gefährden.

Hierzulande beschäftigt Digital 3000 Mitarbeiter. Nach mehreren großen Abbauwellen unterzeichnete das Unternehmen mit der IG-Metall im Herbst 1994 eine Beschäftigungsgarantie. Durch das Abkommen sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 1996 ausgeschlossen. Die Beschäftigungsgarantie habe die "vorher krisengeschüttelte deutsche Digital-Tochter stabilisiert und an die Spitze der europäischen Konzerntöchter katapultiert", heißt es in einer Mitteilung des deutschen Betriebsrates. Die Arbeitnehmervertreter fordern nun eine tarifliche Beschäftigungssicherung.

Die Arbeitnehmervertreter wollen auf keinen Fall "einen Personalabbau nach dem Rasenmäherprinzip, wie es bei den letzten Entlassungswellen der Fall war", sagte Betriebsrat Wolfgang Müller gegenüber der CW. Das Unternehmen solle nicht immer nur Kosten senken, sondern über Möglichkeiten nachdenken, den Umsatz zu steigern. Müller kann sich aber auch vorstellen, in einigen Abteilungen mehr Teilzeitarbeitsplätze einzuführen.