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24.07.1987 - 

Erste außerordentliche Generalversammlung der OSITOP-User-Group in Paris:

Deutsche in TOP-lnitiative noch unterrepräsentiert

FRANKFURT (CW) - Bisher gibt es in der europäischen OSITOP-Anwendergruppe verschwindend wenige Deutsche. Von 77 europäischen Unternehmen stellt die Bundesrepublik nur zwei Anwenderunternehmen, zwei Hersteller und drei Beobachter.

Um bei der ersten außerordentlichen Generalversammlung am 17 September in Paris doch noch mit einer stattlicheren Delegation auftreten zu können, lädt der vorläufige Lenkungsausschuß alle an einer eventuellen Mitgliedschaft Interessierten am 12. August um 13.30 Uhr nach Frankfurt-Hoechst zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Sie findet bei der Hoechst AG (Hochhaus C660) statt Neben einer Vorstellung der Ziele und Aufgaben von OSITOP wird auch kurz der Stand der Normung und die Strategie der Hoechst erläutert (vergleiche auch Interview in CW Nr. 25/87, Seite 18).

Die Pariser Veranstaltung der im Dezember 1986 gegründeten europäischen Initiative, die die von Boeing in den USA begonnenen TOP-Aktivitäten (TOP = Technical and Office Protocols) fortsetzen will, hat sich in Europa die Aufgabe gestellt, die Vernetzung unterschiedlicher Rechnersysteme für Anwendungen im Bürobereich nach weltweit anerkannten Standards im Sinne von OSI (Open Systems Interconnection) zu fördern und im Sinne des Bedarfs der Anwender zu beeinflussen.

Im September soll nun ein Lenkungsausschuß, in dem bis zu 15 Anwender und bis zu 5 Hersteller vertreten sein können, installiert werden. Der anschließende Teil der Konferenz steht allen Interessenten offen, also auch Nichtmitgliedern Konferenzsprache ist Englisch.

Es sind fünf Arbeitsgruppen (Working Groups: WG) vorgesehen, die im wesentlichen die für Anwender relevanten Informationen zusammentragen und verständlich darstellen sollen.

In der WG 1 sollen die vorhandenen oder kurzfristig zu erwartenden internationalen Standards analysiert und so weit aufbereitet werden, daß der Anwender seine Forderungen einbringen kann.

In der WG 2 soll ein Überblick über vorhandene oder erwartete OSI-Produkte der Hersteller sowie über laufende oder geplante OSI-Projekte gewonnen werden. Auch sollen OSI-Projekte bei Mitgliedern initiiert und gegebenenfalls unterstützt werden.

WG 3 soll die Situation und die Testmöglichkeiten auf den Gebieten der Konformität, des Zusammenwirkens (Interoperability) und der "Performance" klären und die Anwenderwünsche einbringen.

WG 4 soll sich mit den vorhandenen Lösungen bei der Vernetzung heterogener Systeme befassen und Richtlinien oder Alternativen für mögliche Migration nach OSI ausarbeiten und gegebenenfalls Anwender darin unterstützen.

WG 5 schließlich soll sich mit Fragen der Netzwerkarchitektur befassen, darunter auch solchen, die sich noch in einem frühen Stadium der Standardisierung befinden, wie zum Beispiel Adressierung, Sicherheit, Management.

Weitere Informationen über beide Veranstaltungen können aber Dr. Harald Nottebohm, Hoechst AG, Telefon 069/305-51 24; Tilo Steinbrinck Norddeutsche Informationssysteme GmbH, Telefon 04 31/3 01 82 04; oder Ulrich Hartmann, Siemens AG, Telefon 089/60 33 27, eingeholt werden.