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08.08.1997 - 

Die eigene Mannschaft ist nicht länger konkurrenzfähig

Deutsche Leasing kauft R/3-Betrieb ein

"Die Bandbreite der Informationstechnik ist so groß geworden, daß wir sie nicht mehr kostengünstig abdecken können", so Peter Kaiser, IT-Verantwortlicher der Deutschen Leasing und demnächst quasi Leiter der CSC-Ploenzke-Geschäftsstelle Bad Homburg. Um konkurrenzfähig zu sein, fehle den 34 Mitarbeitern des produktiven IT-Betriebs die "kritische Masse". Die notwendigen Kapazitäten für Software-Entwicklung und Projekt-Management wird das Anwenderunternehmen, das im vergangenen Jahr Leasingraten im Wert von von mehr als 2,8 Milliarden Mark kassierte, allerdings im Haus behalten.

Externes Know-how ohne teure Beraterstunden

Innerhalb der vergangenen 18 Monate hatte die Deutsche Leasing die SAP-Software R/3 mit Unix sowie Oracle eingeführt und dazu massive Unterstützung durch externe Berater benötigt. Mit dem Betrieb dieser Anwendungslandschaft wollen die Homburger nun lieber nichts zu tun haben - zumal sie laut Kaiser auch noch den Umstieg auf Windows NT planen. Sie geben den R/3-Bereich komplett aus der Hand - wie auch den Netzbetrieb und den Desktop-Support. CSC-Ploenzke soll ihnen den Zugang zu externem Know-how sichern, ohne daß dafür im Einzelfall teure Beraterstunden bezahlt oder auf Dauer neue Mitarbeiter eingestellt werden müssen.

Laut Kaiser will das Service-Center seine Ressourcen nach Möglichkeit weiteren Kunden zur Verfügung stellen. Da die Deutsche Leasing über die Tochterfirma LGS GmbH die deutschen Sparkassen bedient, hofft CSC-Ploenzke, mit Hilfe des Outsourcing-Deals auch einen Fuß in die Tür zu diesem 500 Unternehmen umfassenden Marktsegment zu bekommen.

Der Vertrag mit der Deutschen Leasing ist vorerst auf fünf Jahre befristet - mit Option auf weitere 60 Monate. Der Kunde will zunächst einmal Erfahrungen mit dieser Art von Partnerschaft sammeln und die Fortsetzung der Kooperation vom Erfolg abhängig machen. Den Wert des Abkommens beziffert CSC-Ploenzke auf 120 Millionen Mark. Darin eingeschlossen seien Leistungen, die über die bislang vom Anwenderunternehmen selbst erbrachten Services hinausgingen.

Wie ein Sprecher der Deutschen Leasing ausführt, hat der künftige Outsourcing-Kunde zum Zeitpunkt der Vertragsverhandlungen rund 21 Millionen Mark jährlich für den Betrieb seiner IT-Um- gebung aufgewandt. Mit Hilfe von CSC-Ploenzke will das Leasingunternehmen die Ausgaben in diesem Bereich um 17 Prozent senken. Diese Summe ist, so der Dienstleistungsanbieter, im Service-Level festgeschrieben. Abweichungen nach oben, die sich nicht aus gestiegenen Hard- und/oder Softwarepreisen ableiten lassen, schmälern also den Profit.

Kaiser und seine Mitarbeiter brauchen ihren Arbeitsplatz nicht zu wechseln. Das Service-Center wird im Hause der Deutschen Leasing beheimatet sein.