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24.11.2000 - 

Ein Drittel gibt nach einigen erfolglosen Versuchen auf

Deutsche M-Commerce-Nutzer berichten über Anfangsärger

MÜNCHEN (CW) - Jeder dritte deutsche Handy-Nutzer ist frustriert von M-Commerce-Angeboten und nutzt diese Dienste nach ersten erfolglosen Versuchen nicht mehr. Das ergab eine Untersuchung der Boston Consulting Group (BCG). Die Unternehmensberatung befragte 1800 tatsächliche und potenzielle M-Commerce-Nutzer in Deutschland, Frankreich, Schweden, Japan, den USA sowie Australien.

Die Ursachen für die Unzufriedenheit der Anwender sieht BCG unter anderem darin, dass die Handy-Nutzer die Übertragungsraten und Funktionalität der mobilen Anwendungen mit denen des Internet vergleichen: hohe Kosten, niedrige Geschwindigkeit, schwerfällige Navigation, schwierige Texteingabe und unzuverlässige Dienste sind die fünf am häufigsten genannten Ärgernisse. Darüber hinaus wären bei vielen Kunden Erwartungen geweckt worden, die noch nicht erfüllt werden könnten, so die Unternehmensberater.

Trotz der negativen Erfahrungen glauben aber zwei Drittel der Befragten in Deutschland, dass M-Commerce-Dienste in wenigen Jahren eine wichtige Rolle im täglichen Leben spielen werden. Die BCG-Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2003 im M-Commerce ungefähr so viel Umsatz getätigt wird wie 1998 im Internet.

Bisher nutzen 47 Prozent der Deutschen, die ein WAP-Handy besitzen, auch M-Commerce-Angebote - am beliebtesten sind Nachrichten, Wetter- und Sportinformationen, E-Mail/SMS sowie Finanzinformationen. Verglichen mit den US-Amerikanern sind die Deutschen wesentlich aufgeschlossener dafür, ihre Bankgeschäfte über mobile Endgeräte abzuwickeln. Andererseits bestellen die Amerikaner häufiger Bücher und CDs über das Handy, als es die Deutschen tun. Zweifel an der Zahlungssicherheit haben 60 Prozent aller befragten Deutschen: Sie zögern, ihre Kreditkartennummer über das Handy weiterzugeben.

Das Nutzungsverhalten der M-Commerce-Kunden unterscheidet sich von dem der Internet-Anwender: Die Mehrheit der Befragten verbrachte durchschnittlich weniger als fünf Minuten am Stück mit einem mobilen Angebot, während beispielsweise in den USA eine "Internet-Sitzung" im Schnitt 31 Minuten dauert. Große Wachstumschancen haben das Mobile-Banking und Informationen über den jeweils aktuellen Aufenthaltsort. Solche Applikationen werden umso mehr genutzt, je erfahrener die Handy-Benutzer im Umgang mit WAP-Diensten sind.