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Rückbesinnung auf den Ursprung

Deutsche March First arbeitet noch

17.08.2001
MÜNCHEN (CW) - Vor vier Monaten hatte March First aus Liquiditätsgründen Konkurs angemeldet. Seither verkauft der US-amerikanische Internet-Dienstleister seine Niederlassungen und entlässt Mitarbeiter. Die deutsche Division hat sich nun in abgespeckter Form zurückgemeldet und kündigt die Weiterführung der Geschäfte in Eigenregie an.

Aus Hamburg, dem Firmensitz von March First Deutschland, hatte es immer geheißen, man arbeite profitabel, und die Umsätze stiegen. Dass dennoch der Antrag auf Insolvenz gestellt wurde, war auf Betreiben der US-amerikanischen Mutter geschehen. In den USA ist der Konzern mittlerweile völlig zerschlagen.

Die deutsche Tochter hingegen hat ihre Strukturen ausgedünnt und besinnt sich nun auf die ursprüngliche Kernkompetenz der ehemaligen Werbeagentur CKS, aus der March First in einer Fusion mit US-Web/CKS und Whittman-Hart hervorgegangen war. Die Belegschaft wurde von 340 auf 140 Köpfe verkleinert und Niederlassungen in Chemnitz, Frankfurt am Main und Düsseldorf geschlossen.

Auch die strategische Ausrichtung des Internet-Dienstleisters wurde geändert. Auf das Angebot von strategischer Unternehmensberatung will man nun völlig verzichten und sich ganz auf die Consulting-Themen Branding sowie Internet-Technik konzentrieren.

Dies dürfte unter anderem auch der Grund für das Ausscheiden von Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Zillessen sein, der sich zurzeit im Urlaub befindet. Der ehemalige Arthur-D.-Little-Mann war im vergangenen Jahr mit Beraterkollegen zu dem Unternehmen gestoßen, um die "dritte Säule" der Firma, die Strategieberatung, aufzubauen. Diese Stütze erwies sich jedoch von Beginn an als brüchig, das Geschäft wollte nicht richtig anlaufen, und schon bald wurde in der Branche gemunkelt, dass March First seine teuren Berater nicht beschäftigen könne.