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04.05.1990 - 

Gute Geschäfte mit mobiler Kommunikation und Halbleitern

Deutsche Motorola ist wieder in der Gewinnzone

FRANKFURT (CW) - Die deutsche Tochter des amerikanischen Halbleiter- und Kommunikations-Equipment-Herstellers Motorola Inc. konnte im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 27,8 Prozent auf 902 (1988: 706) Millionen Mark erhöhen. Nach einem Verlust von 16,9 Millionen Mark im Finanzjahr 1988 erwirtschaftete das Unternehmen 1989 einen Gewinn von 12,3 Millionen Mark.

Trotz der Tatsache, daß der Umsatzanstieg von fast 28 Prozent insgesamt und im Inland sogar von 49 Prozent zu zwei Dritteln im Bereich der mobilen Kommunikation generiert worden ist und nur zu einem Drittel aus dem Halbleiterbereich stammt, sind die Chips immer noch Umsatzträger Nummer eins. 48 Prozent des gesamten Umsatzes von 901,95 Millionen Mark erwirtschaftete das Unternehmen mit Halbleitern.

Allerdings verzeichneten die einzelnen Produktgruppen laut Geschäftsbericht unterschiedliche Entwicklungen: Der Absatz von Einzelhalbleitern und Standardlogik-Bausteinen konnte nur gering erhöht werden. Dagegen habe die überdurchschnittliche Umsatzentwicklung bei Mikroprozessoren und das steigende Liefervolumen der 1-Mbit-DRAMS sowie der statischen Speicher aus europäischer Fertigung die "Position von Motorola auf dem Halbleitermarkt erheblich verbessert".

Für das laufende Geschäftsjahr gab der Leiter des Geschäftsbereichs Halbleiter, Axel Hartstang, eine positive Prognose ab: "Wir streben bei einem sich flach bis leicht negativ entwickelnden Halbleitermarkt in Deutschland ein Umsatzwachstum von 15 Prozent an."

Im Geschäftsbereich Computersysteme, der in erster Linie Boards und Systeme für den Echtzeit- und Unix-Markt auf Basis der 32-Bit-Mikroprozessoren (M68000 und M88000) unter der VME-Bus-Architektur vertreibt, konnte der Umsatz ebenfalls gesteigert werden. Der Auftragsbestand liegt hier Unternehmensangaben zufolge um 40 Prozent über dem des Vorjahres.

Wie der Geschäftsführer der Motorola GmbH, Eike Bär, mitteilte, werde der Bereich die bereits begonnene "organisatorische Neuausrichtung im laufenden Geschäftsjahr abschließen und mit einer dezentralen Vertriebsform die Bearbeitung und Betreuung der Partner durch die Geschäftsstellen in Düsseldorf, Darmstadt, München, Hannover und Hamburg intensivieren ..."

Verstärken will das Unternehmen sein Engagement besonders im Bereich der mobilen Kommunikation, von dem sich Bär im Zuge der Postliberalisierung einiges verspricht: "Wir wollen in allen Bereichen der drahtlosen Kommunikation dabei sein ... "