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28.06.2002 - 

Börsen und Banken ziehen an einem Strang

Deutsche Nasdaq gewinnt an Kontur

MÜNCHEN (CW) - Der europäische Ableger der US-amerikanischen Wachstumsbörse Nasdaq gründet gemeinsam mit der Berliner und Bremer Börse sowie drei Banken einen gemeinsamen Aktienmarkt.

An der offziell unter Nasdaq Deutschland AG firmierenden Börse sollen ab Januar 2003 deutsche sowie internationale Standard- und Wachstumswerte gehandelt werden. Starten soll der Aktienmarkt mit dem Handel von rund 300 Werten, mittelfristig sollen es 3000 Titel werden. Angaben zufolge werden Unternehmenspapiere aus den Indices Dax 100, Nemax 50, Nasdaq 100, Eurostoxx 50 sowie Dow Jones 30 aufgenommen.

Mit einem Anteil von 50 Prozent hält die Nasdaq den größten Anteil an der Gesellschaft. Jeweils zehn Prozent übernehmen die beiden Handelsplätze Berlin und Bremen, die gleichzeitig zu einer gemeinsamen Börse fusionieren werden, deren Name allerdings noch nicht feststeht. Ebenfalls beteiligt sind die Dresdner Bank mit 15 Prozent sowie die Commerzbank und die Comdirect Bank mit je 7,5 Prozent. Diese Beteiligungsstruktur stehe allerdings noch weiteren Banken offen, hieß es. "Die Nasdaq ist bereit, ihren Anteil bis auf 25 Prozent zu verringern", so eine Sprecherin der Berliner Börse.

Erklärtes Ziel der Beteiligten ist es, bis 2005 einen Marktanteil von 15 bis 18 Prozent des deutschen Aktienhandels zu erreichen. Außerdem will die Börse am lukrativen IPO-Geschäft teilnehmen. Damit stemmt sich der Neuling gegen die zunehmende Marktmacht der Deutschen Börse in Frankfurt, die den Regionalbörsen in den vergangenen Jahren immer mehr Marktanteile abnehmen konnte und mittlerweile rund 90 Prozent des gesamten deutschen Aktienhandels abwickelt.

Gelingen soll dieser Coup durch die Ausrichtung auf Privatanleger, denen eine "Best-Execution-Garantie", also ein besserer Preis als auf dem jeweils liquidesten Markt, versprochen wird. Außerdem sollen die Anleger von niedrigen Kosten für die Orderausführung profitieren. (rs)