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03.09.1982 - 

Dominanz der USA abgeschwächt, Japan mit der größten Produktionsdynamik:

Deutsche NC-Werkzeugmaschinen holen auf

KÖLN (nw) - Produktion und Einsatz von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen, die über Lochstreifen oder eingebaute Computer gesteuert werden, fassen in der Bundesrepublik zunehmend Tritt: Wurden 1970 erst rund 760 dieser NC-Werkzeugmaschinen mit einem Produktionswert von 275 Millionen Mark hergestellt, so waren es 1981 schon fast 5700 im Wert von zwei Milliarden Mark. Die Zahl der in Deutschland eingesetzten NC-Maschinen dürfte dabei 1982 auf 40 000 Einheiten steigen. Das sind 60 Prozent mehr als 1080.

Im Jahr 1980, so berichtet das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW), waren in der Bundesrepublik Deutschland rund 25 000 NC-Werkzeugmaschinen installiert. Dies entspricht einem Anteil am gesamten Maschinenpark von nur rund zwei Prozent. Nach Schätzungen des Vereins deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) durfte die "NC-Quote" 1982 auf 3,2 Prozent steigen. Die hohen Zuwachsraten bei noch niedrigerer Sättigung werten die Kölner Wirtschaftsforscher als ein Indiz da für, daß sich die Wachstumsraten auf diesem Gebiet weiterhin stürmisch entwickeln werden.

Gut zwei Drittel aller in der Bundesrepublik installierten NC-Maschinen stehen in Betrieben mit weniger als tausend Beschäftigten. Dabei entfallen auf Kleinbetriebe laut IW 15 Prozent. Hauptvorteil dieser Technik sei, daß durch den Einsatz mikroelektronisch gesteuerter Fertigungsanlagen selbst kleine Serien ohne größere Umstellungsschwierigkeiten mit den (Kosten-)Vorteilen einer automatischen Fertigung aufgelegt werden können.

Die mit Abstand größte Produktionsdynamik bei NC-Werkzeugmaschinen habe in den letzten fünf Jahren die japanische Industrie vorgelegt. Gleichzeitig mußten, wie die Analyse des Forschungsinstituts feststellt, die USA eine Schwächung ihrer ursprünglich beherrschenden Stellung in diesem Fertigungsbereich hinnehmen, während die Bundesrepublik mit der weltweiten Entwicklung Schritt halten konnte.

In Japan hat sich die Produktion zwischen 1975 und 1980 auf 22 069 Einheiten verzehnfacht, wahrend sich die deutsche Stückproduktion zwischen 1975 und 1981 auf 5672 Einheiten vervierfachte. In den USA dagegen hat sich die Stückproduktion von NC-Aggregaten auf 8856 Einheiten (1980) nur verdoppelt.

Heute verfügen rund 94 Prozent der in der Bundesrepublik gefertigten NC-Maschinen über eine CNC-Steuerung (Steuerung der Maschine über einen freiprogrammierbaren Mini- oder Mikrocomputer). Dabei wurde 1981 nahezu jede zweite NC-Werkzeugmaschine (45 Prozent) im Ausland abgesetzt, zehn Jahre zuvor waren es laut IW erst jede dritte (33 Prozent). Allerdings hätten auch die Japaner ihre Exportchancen wahrgenommen: Während 1977 erst knapp 19 Prozent aller von der Bundesrepublik importierten NC-Aggregate aus Japan stammten, sei der fernöstliche Stückanteil 1981 auf 52 Prozent gestiegen.