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15.02.1985 - 

Jiangsu ordert bei Softlab in Millionenhöhe:

Deutsche Software für China

MÜNCHEN/NANJING (CW) - Einen Vertrag im Wert von rund einer Million Mark schlossen jetzt in München das chinesische Jiangsu Software Development Center in Nanjing und das deutsche Softwarehaus Softlab GmbH ab. Gegenstand es Abkommens ist das Softwarepaket Camic (Computer-Aided-MICroprozessing).

Nach Aussage des chinesischen Vertragspartners Xu Jiafu, Vorsitzender der Chines Computer Software Society und Professor an der Universität in Nanjing, ist dies das erste deutsche Softwaretechnologieprodukt, das in die Volksrepublik importiert wird. Dr. Klaus Neugebauer, geschäftsführender Gesellschafter des Münchner Softwarehauses Softlab GmbH, sieht in dem Abkommen die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China.

So sieht der jetzt unterzeichnete Vertrag vor, daß ab Ende 1985 insgesamt 11 chinesische Softwareexperten ein Jahr lang bei Softlab arbeiten werden, um die Softwareentwicklungstechnologie in der Praxis kennenzulernen. Weiterhin ist in der Vereinbarung festgelegt, daß das von Professor Xu Jiafu geleitete Jiangsu Software Development Center in Nanjing als "Dienstleistungszentrum" für Softlab in China im Projekt- und Produktgeschäft agieren wird. Für die nächsten fünf Jahre erhofft sich Neugebauer aus dieser Kooperation vor allem im Produktgeschäft und im Dienstleistungsexport Umsätze in der Größenordnung von 15 bis 20 Millionen Mark.

Bei dem von den Chinesen eingekauften Produkt Camic handelt es sich um ein auf dem Betriebssystem Unix basierendes Softwareentwicklungssystem für Mikroprozessoren, bei dem unter anderem die spätere Zielmaschine emuliert werden kann. Das Produkt wurde gemeinsam mit der Münchner Technologiefirma PCS GmbH entwickelt.