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16.11.1990 - 

Schwerpunkt liegt auf objektorientierten Planungs- und Steuerungssystemen

Deutsche Symbolics-Tochter avanciert zum Systemhaus

MÜNCHEN (zek) - Die deutsche Niederlassung des US-Workstation- und KI-Spezialisten Symbolics Inc. plant eine Umstrukturierung vom reinen Anbieter zum Systemhaus. Als solches will die Symbolics GmbH, Eschborn, künftig "schlüsselfertige, kundenspezifische Anwendungen" entwickeln.

Langfristig wird auch die Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft angepeilt. Das Systemhaus will, wie Geschäftsführer Ingo Kriescher gegenüber der CW erklärte, auch in Zukunft die Produkte der Symbolics Inc. verkaufen sowie Hard- und Softwareberatung durchführen. Das Kerngeschäft des Systemhauses soll jedoch in zusätzlichen Aktivitäten liegen. Dazu zählt insbesondere, daß die Rechnerplattformen, auf denen Symbolics-Lösungen laufen, auch Systeme anderer Hersteller sein können. Das wird sich, so Ingo Kriescher, immer dann empfehlen, wenn die zu entwickelnde Problemlösung in die bestehende DV eines Kunden integriert werden soll. Bis jetzt bietet Symbolics Lösungen auf 68000-basierten Systemen von Sun und Apple an. Eine Plattform für die neue IBM-Workstation-Serie RS/6000 wird vorbereitet. Letztlich soll die objektorientierte Symbolics-Software auf allen Unix- und Lisp-Systemen laufen.

Gründe für den Schritt zum Systemhaus sind für Kriescher die Erfahrungen, die die Symbolics GmbH als Distributor gemacht hat, und der Stamm an erfahrenen Mitarbeitern im Bereich KI-Systeme. Die neue Struktur des Systemhauses wird sich auch in neuen Beteiligungsverhältnissen ausdrücken. Anstatt eine reine US-Tochter zu sein, werden die Mehrheitsanteile in Zukunft in Deutschland liegen. So wird Ingo Kriescher selbst einen Anteil von 51 Prozent halten, eine rund 20prozentige Beteiligung bleibt beim Mutterhaus, den Rest wird vermutlich eine deutsche Großbank übernehmen. Ein Schwerpunkt der Arbeit des neuen Systemhauses soll die Konzentration auf Aufträge sein, bei denen objektorientierte Planungs- und Steuerungssysteme die Rentabilität oder Wettbewerbssituation eines Kunden verbessern sollen.

Bisher hat die deutsche Symbolics-Tochter als Kunden für derartige Anwendungen unter anderem die Lufthansa, den Flughafen München und das Kreditkartenunternehmen American Express gewonnen.