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21.08.1987 - 

IDC-Untersuchung über Value-Added Resellers in Europa:

Deutsche Systemhäuser bei Unix im Verzug

ESCHBORN (CW) - Den vorletzten Platz in Europa belegen - vor ihren französischen Kollegen - die deutschen Systemintegratoren, was das Thema Unix anbelangt. Nur jeder dritte "Value-Added Reseller" (VAR) in der Bundesrepublik hat Erfahrungen mit diesem herstellerunabhängigen Betriebssystem; europaweit führt Unix inzwischen bei den Computer-Wiederverkäufern den Markt an.

Wäre der italienische Markt typisch für Europa, so wäre der Siegeszug des AT&T-Betriebssystems nicht mehr zu stoppen. Rund 60 Prozent der Systemhäuser werben dort nach Erkenntnissen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens International Data Corp. (IDC) mit Unix-Know-how. Deutschland und Österreich hinken mit jeweils 36 Prozent hinterher; das Schlußlicht des europäischen Unix-Zuges bildet Frankreich mit unter 30 Prozent. Im kontinentalen Durchschnitt setzen 44 von hundert sogenannten "Mehrwert-Wiederverkäufern", also Vertreibern von meist schlüsselfertigen DV-Systemen, Unix ein; weitere 21 Prozent arbeiten mit dem Microsoft-Derivat Xenix (siehe Tabelle). Offensichtlich sind jedoch etliche Newcomer darunter, denn im europäischen Durchschnitt weisen nur "etwa 40 Prozent der Systemintegratoren Erfahrungen mit Unix auf". Über dem Normal-Level liegen - hinter Olivettis Heimatland Italien - die Schweiz und die Niederlande.

Auch mit den am häufigsten eingesetzten Programmiersprachen haben sich die Marktforscher befaßt. "Wenig überraschend" fanden sie, wie der Newsletter "EDP Deutschland Report" der Eschborner IDC-Filiale schreibt, die weite Verbreitung der "Großvatersprache Cobol": 55 Prozent der befragten Systemhäuser arbeiten auch oder nur mit der Common Business Oriented Language. Als bemerkenswert klassifiziert IDC hingegen das 47-Prozent-Ergebnis bei der "Spaghetti-Code-Sprache Basic".

Im Gefolge von Unix/Xenix ist inzwischen aber auch C im Vormarsch - europaweit ist diese Hochsprache in mehr als jedem dritten Systemhaus im Einsatz. Jeder vierte VAR schreibt noch Anwendungen in Fortran, jeder fünfte in Pascal und jeder sechste in Assembler. Weit abgeschlagen sind die IBM-Programmiersprachen der RPG-Familie - sie bringen es auf Anteile von vier bis fünf Prozent.

Nach der IDC-Eurocast-Untersuchung "Value Added Distribution Service Study" ist übrigens bei der VARs unter dem "Mehrwert" hauptsächlich Anwendungssoftware zu verstehen. Auf den nächsten Plätzen in der Rangfolge der erbrachten Leistungen stehen DV-Schulung und Training, Auftragsprogrammierung, Anwendungsberatung, technische Unterstützung und Systemberatung.