Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.11.2003 - 

Freiwillige Zurückhaltung bei Investitionen

Deutsche Telekom sieht wieder Land

MÜNCHEN (pg) - Der konsequente Sparkurs von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke zahlt sich aus. Der Konzern liegt beim Schuldenabbau deutlich über Plan und schrieb im dritten Quartal erneut schwarze Zahlen.

Ein Jahr ist Kai-Uwe Ricke nun als Nachfolger von Ron Sommer im Amt, und seine Ergebnisse können sich sehen lassen. Der von vielen damals nur als Notlösung betrachtete Manager hat es geschafft, den Schuldenberg des Unternehmens stärker abzutragen als angekündigt. Ricke versprach bis Ende 2003 eine Reduzierung der Verbindlichkeiten von 64,3 Milliarden Euro auf maximal 49,5 Milliarden Euro und hat Wort gehalten. Mit einem aktuellen Schuldenstand von 49,2 Milliarden Euro hat er seine Prognosen sogar schon nach neun Monaten des laufenden Fiskaljahres übererfüllt.

Erreicht wurde das durch den weiteren Verkauf von Unternehmensbeteiligungen, die seit Januar zusätzlich 900 Million Euro einbrachten. Vor allem aber profitierten die Bonner von einem strikten Sparkurs. Von den für dieses Jahr budgetierten sieben Milliarden Euro wurden bisher nur 3,5 Milliarden angetastet. Dieser Spareifer wird laut Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick aber nicht auf Kosten des künftigen Wachstums gehen. Er kündigte für das laufende Quartal noch Investitionen an und sagte, die Telekom wolle nächstes Jahr 8,5 Milliarden Euro ausgeben.

Mit 508 Millionen Euro präsentierte der TK-Konzern außerdem zum dritten Mal in Folge einen Nettogewinn. Im Vorjahresquartal hatte die Telekom aufgrund von hohen Abschreibungen noch einen Rekordverlust von 20,6 Milliarden Euro in ihren Büchern ausweisen müssen. Das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 24,5 Milliarden Euro auf plus 1,6 Milliarden Euro.

Größter Umsatzträger war T-Com, trotz eines durch den Verkauf der Kabelgesellschaften bedingten Rückgangs um 3,5 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro. T-Mobile erreichte dagegen einen Umsatzzuwachs um fast 18 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. T-Online konnte seine Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 20 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigern. Dem IT-Dienstleister T-Systems gelang es, seine Erlöse trotz schwierigen Marktumfelds rund ein Prozent auf über 7,7 Milliarden Euro zu erhöhen. (pg)