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Aktie der Woche

Deutsche Telekom: Zu viele Fragen

30.08.2002
Christian Struck*

Mit dem Programm E3 - Einsparung, Entschuldung, Effizienzsteigerung - soll die Deutsche Telekom wieder zu alter Ertragsstärke zurückgeführt werden. Mit Sachkostenreduzierungen und Personalabbau sollen 1,5 Milliarden Euro jährlich eingespart werden. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Verschuldung von derzeit 64,2 Milliarden Euro bis Ende 2003 auf 50 Milliarden Euro zu senken. Dies hätte geringere Zinsbelastungen zur Folge.

Ob dieser Schuldenabbau tatsächlich gelingt, erscheint unklar, da der Verkauf der Kabelnetze ins Stocken geraten ist und Immobilienverkäufe wahrscheinlich zu neuerlichen Abschreibungen führen dürften. So wurde die Verschuldung im ersten Quartal trotz eines Cashflows vor Investitionen von 6,6 Milliarden Euro so gut wie nicht gesenkt. Das Allheilmittel zur Schuldenreduzierung, ein Börsengang der Sparte T-Mobil, erscheint unwahrscheinlich. Eine Effizienzsteigerung dürfte insbesondere bei der defizitären US-Tochter Voicestream notwendig sein, die im ersten Halbjahr mit 1,63 Milliarden Euro die Hälfte des Konzernverlustes verantwortete.

Kurzfristig könnte die Aktie zulegen, nachdem die Verkäufe der Ex-Voicestream-Aktionäre abgeschlossen sind. Auch dank der Dividendenrendite von über drei Prozent steigt das Papier möglicherweise im Zuge einer technischen Erholung der Aktienmärkte. Mittelfristig erscheint jedoch eine Kürzung der Dividende unausweichlich, da diese nicht aus erzielten Gewinnen finanziert wird. Auch die Bilanz gleicht derzeit einem Pulverfass, da die UMTS-Lizenzen mit 13,5 Milliarden Euro zu Buche stehen, dazu kommen US-amerikanische Mobilfunklizenzen mit 20,1 Milliarden Euro und 38,6 Milliarden Euro Goodwill. Diese drei problematischen Posten betragen zusammen 72,2 Milliarden Euro und übersteigen damit die 55,2 Milliarden Euro Eigenkapital deutlich. (rs)

*Christian Struck ist Analyst der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.