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11.08.2008 - 

Der Markt für Server

Deutsche Unternehmen sparen und verschlafen dabei Techniktrends

Der Markt für Server wird mehr und mehr durch einen brutalen Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Und die Wachstumsraten für die kommenden Jahre sind nicht gerade erfreulich.

IDC sieht für den x86-Server-Markt nur noch einen kleinen Zuwachs von 2007 auf 2008 von drei Prozent vor-aus. Von 2006 auf 2007 war hier noch ein Wachstum nach Stückzahlen in Deutschland von zwölf Prozent im x86-Servermarkt zu verzeichnen.

Der Umsatz wird von 2007 auf 2008 sogar um drei Prozent sinken, wenn er nach US-Dollar gerechnet wird. Der Umsatz gemessen in Euro wird sich von 2007 auf 2008 sogar um elf Prozent reduzieren nach IDC.

Nicht so drastisch aber immer noch negativ wird nach den Prognosen von IDC die Entwicklung von 2008 zu 2009 verlaufen. Hier wird die Stückzahl der x86-Server nur noch um zwei Prozent steigen. Die Umsätze werden - sowohl auf Dollar- wie auf Euro-Basis - um zwei Prozent sinken.

Dollar-Euro-Währung in Verdrängungsmärkten wie Deutschland weniger profitabel.

Rumsauer: Von 2006 auf 2007 war der Dollareffekt. Der war vielleicht nicht so groß. Aber immerhin kann man sehen an der Tatsache, dass der Umsatz von 2007 auf 2008 nach Euro erheblich geringer ausfallen wird als nach Dollar, dass dieser Währungseffekt stattfindet.

Und wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich ja ein Nutznießer dieses Kurses bin. HP rechnet ja in Dollar ab. Viele hatten gerechnet, dass sie durch den Währungskurs noch mehr Gewinn erzielen würden. Aber etwa 75 Prozent der Dollarvorteile beziehungsweise der Produktionsvorteile werden durch den Preiskampf aufgehoben. Das gilt insbesondere in Ländern, in denen ein extremer Marktverdrängungswettkampf stattfindet wie in Deutschland.

Dieser Effekt ist natürlich schlimmer für Firmen, die nicht in Dollar beziehen wie eine FSC beispielsweise. Die müssen neben dem Euro-Nachteil auch noch den Vorteil, den eine HP durchreichen kann, auch noch kompensie-ren. Das trifft die natürlich herb. Das war von 2006 auf 2007 noch nicht einmal so schlimm. Aber von 2007 auf 2008 war das richtig heftig. Da reden wir von richtig schmerzhaften Vor- und Nachteilen.

Rumsauer:

Von 2007 auf 2008 wird es laut IDC nur noch eine Steigerung im x86-Servermarkt geben von drei Prozent. Rumsauer: "Das ist eine Mischkalkulation von zweistelliger Steigerung im ersten Halbjahr und einer zehnprozentiger Reduzierung im zweiten Halbjahr laut IDC."

Das ist sonst eher linear und so nicht absehbar gewesen. Wir bei HP dachten, dass sei zu pessimistisch. Wir dachten, das würde vielleicht minus fünf Prozent werden. Aber wir merkten schon, dass das erste Halbjahr schleppend anlief. Dann kamen die ersten Meldungen, dass das Wirtschaftswachstum korrigiert werden würde.

Und dann kam der große Virtualisierungseffekt und damit verbunden die Tatsache, dass weniger Stückzahlen gebraucht würden. Damit verbunden ist natürlich auch der Trend zur Zentralisierung.

Sensibler deutscher Markt

Was wir wie auch die Wettbewerber feststellen ist die Tatsache, dass es einen enormen Nachfrageeinbruch ins-besondere bei Großprojekten gibt. Der Mittelstand läuft ja noch einigermaßen. Hinzu kommt die Preissensitivität bei Kunden.

Die Preissensitivität ist in Deutschland schon immer sehr hoch gewesen. Ganz besonders haben wir das im Jahr 2006 erfahren. 2007 war dann ein gutes Wachstumsjahr. Da dachten wir auch, jetzt geht der Knoten auf, viel-leicht so ein Fußball-WM-Effekt. Da waren die Kunden investitionsfreudig. Aber 2008 ging es schon gleich los mit Investitionszurückhaltungen bei Großprojekten.

Meine Erfahrung ist, dass der deutsche Markt sehr viel schneller als andere europäische Länder reagiert auf Großwetterlagen. Ausschreibungszyklen werden noch mal durchlaufen gelassen, noch mal eine E-Auktion wird abgehalten.

Einkauf hat die volle Hoheit

Wir stellen zudem seit 2007 fest: Der Einkauf in Unternehmen hat mittlerweile die volle Hoheit. Früher hatten die Fachabteilungen noch mit zu bestimmen. Das hat sich komplett geändert. Die Einkäufer nutzen da alle Mög-lichkeiten aus.

Allerdings gibt das manchen Herstellern wie etwa uns, HP, schon die Möglichkeit, über unsere

Konsolidierungsangebote mit unseren Data-Center-Botschaften samt Virtualisierungskonzepten und Outtasking-Angeboten uns da zu profilieren.

Green IT

Übrigens ist auch Green IT seit 2007 ein Thema. Das wird jetzt in Ausschreibungen immer mit formuliert. Das war 2006 noch nicht auf der Agenda der Unternehmen. Seit 2007 gehört das dazu.

Virtualisierung/Blades - Deutschland zieht erst nach

Ein anderes Thema in Deutschland ist: Wenn Kunden konsolidieren und dies auf Basis von Blades tun, dann ist Virtualisierung immer ein Thema.

Man kann dieser Beobachtung auch eine andere Richtung geben: Früher war Deutschland durchaus ein Land der early adopters, in dem also neue Techniken sehr früh in Unternehmen nutzbar gemacht wurden. Das war mit Blades und Virtualisierung anders. Zahlen von IDC und auch Gartner sagen, dass hierzulande 2007 die Nutzung von Blades und Virtualisierung weit hinter anderen Ländern lag. In Ländern wie Spanien oder Italien lag die Durchdringung mit Blades gemessen am gesamten Markt für Server bei rund 20 Prozent, in Deutschland hinge-gen nur bei etwa zehn Prozent. Das hat eben auch mit der Sparwelle im Einkauf deutscher Unternehmen zu tun.

Das ändert sich jetzt natürlich. Heute haben wir im Servermarkt bei Blades Zuwachsraten im zwei- bis dreistelli-gen Bereich. Steigerungen zwischen 50 und 100 Prozent sind gar kein Thema. Und wahnsinnig viele nachfragen nach Virtualisierung, Zentralisierung.

Der Blademarkt ist hart umkämpft. Da muss man Kompetenz auch im RZ beweisen. Wer da rausfliegt, ist erst mal weg aus dem RZ.

Die große Frage war die: Wer macht den Wettbewerb im Blademarkt?

Das war das Thema 2006 und 2007.

HP hat den millionsten Blade-Server ausgeliefert. Damit ist das Unternehmen der erste Anbieter, dem es gelungen ist, den Meilenstein von einer Million verkaufter Blade-Server zu erreichen.

Immer mehr Unternehmen weltweit setzen Blade-Server ein, um so Energiekosten zu reduzieren und den IT-Betrieb zu vereinfachen. Fuer das laufende Jahr prognostiziert IDC ein Marktwachstum von 45 Prozent. "Blades haben sich zu einer ausgereiften Technologie entwickelt", bemerkt Thomas Meyer, Vice President of Systems Research, IDC EMEA. "Zuverlaessigkeit, Skalierbarkeit, einfache Verwaltung und verbesserte Total Cost of Ownership (TCO) sind fuer Unternehmen weiterhin die vier Hauptgruende, in Blade-Server zu investieren."

HP konnte seine Position als Marktfuehrer in den vergangenen Monaten weiter festigen. Dies lag nicht nur an der Einfuehrung des HP BladeSystem c-Class, sondern auch an der Entwicklung massgeschneiderter Loesungen fuer neue Kundensegmente. Dazu zaehlt beispielsweise das HP BladeSystem c3000 ("Shorty"), das speziell fuer kleine und mittelstaendische Unternehmen zugeschnitten ist. Mit der HP BladeSystem Carrier-Grade Platform ist auch ein Blade-basiertes Angebot fuer die Betreiber von Telekommunikationsnetzen und Service Provider im Portfolio. Mit dem dem neuen HP ProLiant BL2x220c G5 Server Blade praesentierte HP zudem vor kurzem das weltweit erste System, bei dem zwei unabhaengige Server zusammen in einen einzigen Blade-Einschub passen. Diese Bauweise ermoeglicht eine sehr hohe Dichte im Rack und eignet sich speziell fuer sogenannte Scale-Out-Infrastrukturen, wie sie etwa beim Cloud-Computing zum Einsatz kommen.

Virtualisierung und Blades sind das Thema: Analysten meinen…

Gartner-Analyst Butler sieht "Virtualisierung als einen immens herausfordernden, spannenden Trend. Das Konzept wird nicht nur bei Servern Spuren massiv hinterlassen, sondern in genauso hohem Maße Bedeutung gewinnen für Speichertechniken, für Netztopologien und für Applikationen auf den PCs."

Auch für Mrksa von Techconsult ist Virtualisierung bei Servern und zunehmend auch im Storage-Umfeld ein brandheißes Thema. Angetrieben würden entsprechende Bestrebungen durch den Wunsch in IT-Zentren nach Effizienzsteigerungen, einem geringeren Energieverbrauch und einer besseren Administration der IT-Systeme.

Virtualisierung: für RZs in Zukunft unabdingbar

Andreas Vogl von Siemens IT Solutions and Services betont: "Virtualisierung ist unabdingbar für das zukünftige Rechenzentrum. Der hohe Kostendruck, steigender Stromverbrauch und der Kohlendioxid-Ausstoß zwingen Unternehmen dazu, Server und Speichersysteme besser auszulasten. Dazu liefert die Virtualisierung die notwendigen Hilfsmittel und ermöglicht gleichzeitig eine regelbasierte Automatisierung."

Virtualisierung ist wichtig, aber wer hat Ahnung davon?

Jeder der Experten erkennt die überragende Bedeutung des Themas an. Experton-Analyst Schwab sieht nur ein Problem: "Schwierig an der Virtualisierung ist ihre Realisierung." In den Unternehmen fehle in aller Regel das Wissen für dieses Technik- und Servicekonzept. Aber wer Virtualisierung zum Vorteil des Unternehmens nutzen wolle, der müsse schon genau wissen, was er tue. So gebe es beispielsweise Workload-Charakteristika, die sich nicht vernünftig virtualisieren ließen. Schwab: "Tut man es trotzdem, hat man ein massives Problem."

Ein Beispiel hierfür seien Echtzeit-BI-Systeme: "Auf dem Papier kann man das prima virtualisieren." Gehe man so im real existierenden Rechenzentrum vor, werde man schnell an einen Punkt kommen, an dem das System steht." Grund hierfür ist, dass BI-Systeme im schnellen Wechsel Anforderungen an die CPU und an die Speichermedien haben. Diese Mischung macht eine Virtualisierung fast unmöglich, "denn es kommt hier zu einem ständigen massiven Datenfluss, der nicht genau eingeschätzt werden kann und auch nicht vorhersehbar ist".

Ein Fehler sei es, wenn Unternehmen sich Virtualisierungs-Know-how einkauften, also entsprechendes Personal anheuerten. "Ein Unternehmen virtualisiert seine Infrastruktur genau einmal und danach muss es diese Umgebung nur noch pflegen." Dazu muss man aber keinen Spezialisten einstellen. Das sei - auch wenn der Vergleich hinke - wie bei Spezialwerkzeug, das man genau einmal benötige. Das leihe man sich ja auch aus.

Problematisch ist allerdings, dass es im Dienstleistungs- und Beratungsmarkt wenige Anbieter gibt, die Virtualisierung schon beherrschen. "Die Großen wie IBM, T-Systems oder HP sollten es zumindest können - allerdings haben die ihren Preis", meint Schwab. Sein Tipp: Wenn Unternehmen ein Virtualisierungsvorhaben planen, sollten sie mit kleinen Projekten beginnen. Funktionieren die nicht, sollte man den Dienstleister wechseln.

Zentralisierung: Zurück in die vergangene Zukunft

Nicht nur nach Ansicht von Techconsult-Analyst Mrksa ist Konsolidierung respektive Zentralisierung im Server-Umfeld ebenfalls ein großes Thema. "Je größer das Unternehmen ist, desto dringender ist die Forderung nach Zentralisierung."

Überraschend ist an diesem Trend allerdings, dass die IT-Welt nach den großen Zeiten der Mainframes erst einmal alles "dezentralisieren und beispielsweise von Terminal-Services auf Fat Clients wechseln wollte". Heute schlagen IT-Verantwortliche wieder den entgegengesetzten Weg ein. Wieder kommt hier Virtualisierung ins Spiel, nämlich beim Server-Computing. Zudem seien Thin-Client-Architekturen (ehedem Terminals) heute für spezielle Szenarien nützlicher und auch ökonomischer. Wie es der IT-Verantwortliche einer großen deutschen Bank formuliert: "Mit unserer Terminal-Server-Lösung sind wir eigentlich wieder da angelangt, wo wir vor 20 Jahren schon einmal waren." Allerdings sind die heutigen Zentralisierungstechniken wesentlich eleganter, anwenderfreundlicher und mobiler.

Technisch kein Problem - politisch sehr wohl

Mrksa gibt zu bedenken, dass Zentralisierung häufig und gerade in großen Unternehmen weniger ein technisches als ein politisches Problem darstellt. "Wenn Großkonzerne beispielsweise von 100 Data Centers auf zehn konsolidieren - siehe die Beispiele von HP und IBM -, so hat das Auswirkungen auf die Organisationsstruktur", kommentiert der Techconsult-Analyst das Thema Entlassungen. Diese würden sämtliche Mitarbeiterebenen treffen.

SIS-Mann Vogl sieht den Trend zur Zentralisierung ebenfalls in engem Zusammenhang mit den Entwicklungen in der Virtualisierung und Automatisierung. "Zentralisierte Server können flexibel, transparent und kosteneffizient betrieben werden. Nur so lassen sich alle Vorteile der Virtualisierung und Automatisierung überhaupt erst optimal nutzen." Vor allem im Hinblick auf die Unterstützung der Geschäftsprozesse sei dies wichtig.

Einen weiteren Erklärungsansatz für den Trend zur Zentralisierung von IT-Topologien hat Schwab von Experton: "Das Thema ist auch aus der Not geboren." Dezentrale Strukturen seien nur schwer zu verwalten. Dazu brauche es viele Administratoren, "und die sind am Markt nicht so ohne weiteres verfügbar". Sogar im Windows- und Unix-Umfeld sei es mittlerweile schwierig, Administratoren zu finden. Schwab zu dem Dilemma, in dem sich Konzerne befinden: "Wenn ein Unternehmen heute einen Administrator einstellen will, dann hat es die Wahl: Entweder, es nimmt einen jungen und unerfahrenen Kandidaten. Das wollen die wenigsten Firmen. Oder das Unternehmen muss richtig Geld ausgeben. Das wollen auch die wenigsten." Also suchen sie ihr Heil in der Zentralisierung, "weil man keine Leute einstellen will und kann".

Nichts Genaues weiß man nicht

Für IT-Verantwortliche gibt es angesichts dieser Technikkonzepte, die viel versprechen, aber oft noch nicht richtig ausgegoren sind, einen Trost, den Gartner-Analyst Andrew Butler spendet: "Bei all den Diskussionen und Unwägbarkeiten über die Trends in der IT-Welt im Allgemeinen und im Serverumfeld im Besonderen kann man eins mit Sicherheit sagen: Wie die Data Center, in denen Server ihren Dienst tun, in zehn Jahren aussehen, das wissen wir nicht." (jm)

Mittelstand - Gesetz ist, dass hier der Channelpartner zählt

In 2006 im Mittelstand das stabilste Geschäft. Deshalb gab es da auch viele Herstellerinitiativen.

Der Mittelstand - das ist in Deutschland Gesetz - geht über den Channel. Wer also nicht im Channel ist, der hat beim Mittelstand ein Problem. Wer im Channelgeschäft gut ist, der hat in Deutschland eine gute Marktdurch-dringung. Das deutsche Mittelstandsgeschäft ist insofern überhaupt nicht zu vergleichen mit dem etwa in Groß-britannien. One size fits all gitl überhaupt nicht.

Hier GfK-Zahlen zu Dell!

Zudem ist es wichtig, sein Gesamtgeschäft gut zu balancieren zwischen Großkundengeschäft, national, internati-onal, Kleinstkunden und Mittelstand. Da ist nämlich immer ein Bereich, wo es Probleme gibt. In 2006 und ins-besondere 2007 war im Enterprise-Corporate-Geschäft enormer Druck, der Mittelstand wesentlich besser. Wer da nicht balancieren und kompensieren kann, hat die schlechteren Karten.

Der Mittelstand ist ein solider Motor. Wenn es da auch anfängt, zu Verlangsamungen zu kommen.

Ich will nicht sagen, dass die Zukunft katastrophal ist. Aber die Verdrängung findet halt weiter statt. Und da schauen wir alle mit Interesse, was mit FSC passiert und ob man da was machen kann.

X86-Markt nach Kundensegmenten:

Laut IDC ist der Servermarkt auch klar ausdifferenziert gewesen, je nachdem, welches Kundensegment man betrachtet. So konnte sich FSC im Bereich Government in Deutschland immer gut behaupten. Beispielsweise hat FSC im ersten Quartal 2008 laut IDC einen Marktanteil von 46 Prozent gehabt, allerdings dicht gefolgt von HP (44 Prozent). Allerdings betrug dieser Anteil für FSC zwei Jahre zuvor noch rund 57 Prozent, pendelte sich zwi-schen dem dritten Quartal 2006 und der ersten Hälfte 2007 zwischen 55 und 52 Prozent ein. Gleichzeitig gewann HP von etwa 22 Prozent im vierten Quartal 2005 auf zuletzt 44 Prozent zu.

Auch wenn man sich die Unternehmensgrößen betrachtet, gibt es klare Aufspaltungen bei den Marktanteilen der Anbieter: Im Segment der kleinen Unternehmen (Small Office Home Office = Soho) mit einem bis zu neun Mitarbeitern ist HP extrem stark vertreten. 2006 pendelte der Anteil hier zwischen etwa 52 und 58 Prozent und erhöhte sich 2007 auf gut über 60 Prozent. Im ersten Quartal 2008 liegt der Anteil für HP laut IDC bei 64,9 Pro-zent. Alle anderen Anbieter - seien es FSC, IBM, oder Dell - liegen hier im einstelligen Prozentbereich. FSC bewegt sich bei Marktanteilen zwischen rund 13 und aktuell sieben Prozent. IBM und Dell pendeln zwischen vier und 1,6 Prozent.

Bei Unternehmen mit zehn bis 99 Mitarbeitern sind die Verhältnisse wesentlich weniger krass, nichtsdestotrotz klar. HP machte seit dem vierten Quartal 2005 bis ins erste Quartal 2008 mehr oder weniger eine Berg- und Talfahrt, allerdings bis auf das letzte Quartal 2005 immer als mehr oder weniger klarer Marktführer.

FSC entwickelte sich in den vergangenen 24 Monaten im Prinzip in diesem Kundensegment relativ gesund und steigerte seine Stückzahlen stetig. Ausnahme war das dritte Quartal 2007: Dort schnellte der Marktanteil in punkto Stückzahlen von über etwas über 15 auf rund 28 Prozent, um im nächsten Quartal wieder auf knapp 20 Prozent zu fallen.

IBMs Stückzahlenanteil entwickelte sich laut IDC-Zahlen ebenfalls sehr unterschiedlich mit zwei Ausnahmen - drittes Quartal 2006 und erstes Vierteljahr 2007 - zeigte die Entwicklung aber langsam nach unten. 2007 beweg-te sich der Stückzahlenanteil von IBM bei Firmen mit bis zu 99 Mitarbeitern zwischen etwa 14 und gut zehn Prozent.

Dell erlebt seit Ende 2006 hier einen relativen Aufwärtstrend, konnte allerdings bis zuletzt die Zehn-Prozent-Hürde nicht nehmen. Bei den Firmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern liegt HP mit in der Regel um 50 Prozent Stückzahlenmarktanteil seit ungefähr zwei Jahren. FSC liegt hier an zweiter Stelle mit Marktanteilen, die 20 Prozent höchstens streiften und sich nun um die 15 Prozent einpendeln. Mittlerweile gleichauf ist Dell. IBM liegt hier seit 2005 immer an vierter Stelle in Deutschland.

Dell punktet bei Unternehmen mit bis zu 999 Mitarbeitern und liegt hier seit 2005 mit deutlichem Abstand zu Primus HP auf dem zweiten Platz. IBM und FSC streiten mit wechselndem Erfolg um die Drittplatzierung.

Interessanterweise lag IBM im Jahr 2007 auch bei den Großkonzernen im x86-Markt meist nur auf Platz vier mit Marktanteilen, die nach Stückzahlen von etwa neun Prozent im ersten Quartal 2007 bis rund 23 Prozent im letz-ten Vierteljahr 2007 reichten. Dell entwickelte sich hier gesund von 15 auf zuletzt fast 20 Prozent. FSC lag bei diesen Unternehmen seit der ersten Hälfte 2005 bis zum ersten Quartal fast immer auf Platz eins. Verlor aber seit dem ersten Quartal 2007 massiv an Marktanteilen. Dieser reduzierte sich seit Anfang 2007 (rund 38 Prozent) auf 25 Prozent zum Ende des Jahres. Erlebt aber in diesem Jahr wieder einen Aufschwung. Auch hier hat sich HP mittlerweile an die Spitze des Feldes gesetzt mit einem Marktanteil nach Stückzahlen bei x86-Systemen von etwa 32,5 Prozent Ende 2007.

Channelkonzept von Dell geht im Servermarkt noch nicht auf

Interessant ist auch, dass Dells Kehrtwende in Sachen Vermarktung über den direkten Vertrieb und der Öffnung zum Händlerkanal zumindest in Deutschland bei Servern noch nicht zu greifen scheint. Glaubt man Marktin-sidern, so lag der Marktanteil, den Dell bei den Stückzahlen mit Servern insgesamt via Reseller in Deutschland erzielt, bei einem bis zwei Prozent. Hier hat HP bei Wiederverkäufern einen ganz anderen Stand. Seit ungefähr einem Jahr stammen etwa zwei Drittel aller über Reseller verkaufte Server von Hewlett-Packard. FSC bewegt sich bei den Anteilen über Reseller verkauften Servern grob zwischen zehn und 20 Prozent, IBM pendelt um den zehn Prozent.

Interessant auch, dass Dell bei den Resellern, die weniger Umsatz generieren, fast gar nicht vertreten ist. Ledig-lich bei den großen Wiederverkäufern werden Dells Server etwas häufiger verkauft. Das könnte daran liegen, dass es sich nur die großen Reseller erlauben können, gegenüber etablierten Anbietern mit Selbstbewusstsein aufzutreten und auch die Produkte von weiteren Herstellern ins Angebot zu übernehmen.

Gute Gewinne bei Mainframes - aber

Andreas Zilch von der Experton Group sagt: Das traditionelle Mainframe Geschäft (inklusive Peripherie) liefert immer noch einen erheblichen Umsatzbeitrag und insbesondere einen weit überproportionalen Profitbeitrag für FSC. Nach Einschätzung der Experton Group liegt der Profit des BS2000-Geschäftes doppelt so hoch wie der Gesamtgewinn von FSC in 2007. FSC hat in diesem Bereich die Produkte und Kundenbeziehungen in den vergangenen Jahren sehr gut gehandhabt. Ein Wachstumsbereich ist es allerdings nicht. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird dieser Bereich kontinuierlich zurückgehen. Die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Besonders gefährlich ist es für FSC, wenn BS2000-Großkunden (Postbank, Rentenversicherung, Gerling etc.) sich zu einer Migration (etwa auf IBMs z-OS-Plattform) entscheiden. Weiterhin sind kleinere Installationen durch Migrationen zu Unix-, Linux- oder Windows-Plattformen "gefährdet".

FSC verfügt noch über ein signifikantes Solaris/Sparc-("Unix"-)Geschäft, welches aber unter massivem Druck steht. Der Wettbewerb, aktuell insbesondere IBM und Sun, setzt FSC stark zu und das Geschäft ist sowohl von den Umsatzzahlen, wie von den Margen her unbefriedigend. Diese Entwicklung wird kurz- und mittelfristig dazu führen, dass FSC den Solaris-Bereich weniger Priorität beimisst und sich langfristig aus diesem Bereich zurückzieht. Stattdessen wird der Primergy-(IA-Server-)Bereich sehr stark betont. In der Folge werden dann Migrationen der installierten Solaris/Sparc-Basis auf Primergy (unter Solaris, Linux oder Windows) angestrebt.

Es ist sehr fraglich, ob sich die installierte Kundenbasis dieser Strategie anschließt oder nicht zu einem hohen Anteil zu den Wettbewerbern (Sun, IBM, HP) wechselt.

IA-Server

Die Primergy-Server sollen zukünftig das primäre Wachstumssegment von FSC im Server-Bereich darstellen. Ob dies in einem extrem umkämpften Markt, der durch schwierige Differenzierungen und Preiskriege gekennzeichnet ist, gelingt, ist mehr als fraglich.

FSC muss hier Alleinstellungsmerkmale schaffen, die eine Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb ermöglichen. Einen Ansatz hierfür stellen die "Flexframe"-Produkte dar (Flexframe for SAP, Flexframe for Oracle). Hierbei handelt es sich um virtualisierte (IA, Linux) Systeme mit entsprechenden Storage-Komponenten, die auf die jeweiligen Applikations-Einsatzszenarien abgestimmt und optimiert sind.

In diesem Bereich hatte FSC bei der Ankündigung vor sechs Jahren einen klaren Wettbewerbsvorteil. Genau hier zeigt sich aber auch eine große Schwäche von FSC - die Flexframe-Produkte wurden viel zu schwach vermarktet, die tatsächlichen Absatzzahlen sind daher im Vergleich zu den Möglichkeiten enttäuschend und der Wettbewerb konnte inzwischen nachziehen.

Gartner-Analyst Errol Rasit:

2006 war die Wirtschaft in Deutschland sehr gesund. Das ist wichtig, weil die Zuversicht der Konsumenten damit auch groß war. Das wiederum wirkt sich aus auf das Kaufverhalten.

Zudem muss festgehalten werden, dass die Währungsschwankungen 2007 bemerkenswert waren - der Euro gewann gegenüber dem Dollar sehr stark. Das führte dazu, dass lokale Unternehmen in Sachen Preisgestaltung nicht so wettbewerbsfähig waren. Die Unternehmen, die in Dollar bilanzieren, hatten die Währungseffekte Vor-teile. Das ist insbesondere im Lowend-Segment der Server wichtig, also bei den Dual-Core-Systemen, bei Rack-Mount-Systemen etc. Hier ist die Preissensitivität ein wichtiges Argument. Für Fujitsu-Siemens Computers (FSC) hat sich dies eher negativ ausgewirkt.

Der x86-Markt

Hier werden natürlich die größten Stückzahlen im Servermarkt verkauft. Hier ist Hewlett-Packard (HP) seit Jahren die Nummer eins. HP hatte 2006 einen Marktanteil von rund 36 Prozent. Den haben sie im Jahr 2007 auf rund 38 Prozent steigern können. IBM und Dell konnten ihre Marktanteile leicht steigern. FSC hingegen litt unter dem Währungskurs. FSC hat seine Marktanteile nicht verbessern können, obwohl das Geschäft sich ver-größerte.

HP konnte seine Marktanteile gegenüber IBM und Dell ausweiten. Dell hat im vergangenen Jahr - und in diesem natürlich auch - seine Strategie verändert. Verkaufte das Unternehmen früher vor allem direkt, so setzte es jetzt eine Kanalstrategie auf. Um auch über Partner zu verkaufen.

IBM wiederum scheint sich - das beobachten wir zumindest in der zweiten Hälfte von 2007 - zunehmend auf das Segment der Highend-Systeme im x86-Servermarkt zu konzentrieren. In diesem Bereich ist die Stückzahl nicht das ausschlaggebende Argument. Im Enterprise-Markt hat IBM seine Stärken und im Finanzsektor.

Blade-Server-Markt: HP ist der ungekrönte König

In diesem Marktsegment sind IBM und HP die dominanten Anbieter. Der Markt für Blade-Systeme wuchs in Deutschland von 2006 auf 2007 um 53 Prozent. Das ist eine Steigerungsrate, die wir auch in Emea gesehen ha-ben. Im Rest der Welt hingegen betrug die Steigerungsrate bei Blades lediglich 38 Prozent.

Dabei ist Deutschland ein Land, in dem die Adaption neuer Technologien eher konservativ angegangen wird. Frankreich, Spanien und Italien sind da ähnlich. Die nordischen Länder hingegen nehmen neue Techniken eher an, was auch an dem Typ der Unternehmen liegt, die dort beheimatet sind, sehr stark technisch, entwicklungs-technisch ausgerichtete Unternehmen.

Deutschland hat nun einen sehr starken Finanzsektor und viel produzierendes Gewerbe. Dies sind beides Indust-riesegmente, die neue Technologien gerne annehmen - eine Erklärung dafür, wieso Blade-Systeme hierzulande stark zugelegt haben 2007.

2006 machten Blades noch acht Prozent aus von der gesamten Zahl der ausgelieferten x86-Server. 2007 sind es schon rund 11,5 Prozent gewesen. Mit anderen Worten: Die Steigerung von 53 Prozent an verkauften Blade-Systemen nimmt sich vor dem Hintergrund verkaufter x86-Server insgesamt nicht mehr so imposant aus.

Zudem muss man sagen, dass Blades keinesfalls schon die Antwort auf alle Fragen sind. Datenbanken, die auf sehr hohe Transaktionscharakteristika ausgelegt sind, sieht man beispielsweise auf Blade-Server unter anderem wegen Restriktionen im I/O noch kaum. Aber zunehmend wird Virtualisierung auf Blades realisiert. Die leichte Management, die Flexibilität, der einfache Support, das sind alles Argumente, die mit Blades gewährleistet sind.

Marktführer bei Blades in 2007 ist mit einem Marktanteil von 47 Prozent ganz klar HP. Das waren im Jahr zuvor noch 32 Prozent. 2006 war IBM noch die Nummer eins in Sachen Blades mit 35 Prozent Marktanteil. Ein Grund hierfür ist, dass früher vor allem der Finanzsektor - wo die IBM stark ist - Blade-Systeme annahm. In dem Ma-ße, indem auch andere Industriesektoren sich dieser Technik zuwandten, hat HP zugelegt. Und HP hatte im x86-Server-Markt von haus aus sehr viel mehr Marktanteile als IBM. Und es sind diese Kunden, die jetzt diese Tech-nik, die Blades, annehmen.

Top 5 in Deutschland

Von 2006 zu 2007 gab es in Deutschland einen Umsatzrückgang von rund 3,2 Prozent. Unter den fünf größten Anbietern hat IBM in Sachen Umsatz zwar immer noch die Spitzenposition. Aber Big Blue hat analog zum Markt ebenfalls als einziger der fünf größten Serveranbieter in Sachen Umsatz Marktanteile verloren und zwar um 7,2 Prozent. Die Nächstplatzierten - also HP, FSC, Sun und Dell - konnten alle zulegen.

HP hat gleich um neun Prozent zugelegt. FSC legte um 4,3 Prozent zu. Der Marktanteil nach Umsatz steigerte sich bei Sun Microsystems gleich um 20 Prozent und Dell drei um Prozent.

Der Umsatzrückgang bei IBM hat in erster Linie zutun mit deren Produktlinie System-z, also den Großrechnern. Und hier kam vor allem die Produkttransition bei System-z-Systemen zum tragen, also der neuen System-10-Plattform, die in diesem Zeitraum vorgestellt wurden. Für die IBM ist das Großrechnergeschäft von großer Be-deutung. Mittlerweile sieht dieses Geschäftssegment für die IBM wieder besser aus, nachdem die System-10-Modelle am Markt eingeführt sind.

Anders sieht es bei IBMs System-x-Plattform aus: Die Umsätze mit dieser Produktlinie stieg um 13 Prozent. Die Umsätze bei der System-i-Plattform waren ebenfalls rückläufig. Das hatte viel zutun mit der Konvergenz der System-i- mit der System-p-Plattform zur Power-Systems-Linie. Der Umsatz mit System-p-Maschinen war von 2006 auf 2007 um fünf Prozent rückläufig. Auch hier kann man Gründe in der Produkttransition sehen - in die-sem Fall der Übergang auf die Power-6-Architektur. In dem Maße, indem immer mehr System-p-Maschinen die Power-6-Plattform integrieren, werden sich auch die Umsatzzahlen wieder steigern.

Quad-Core ist der Renner

Heute sind im x86-Servermarkt schon 70 Prozent aller ausgelieferten Server auf Basis der Quad-Core-Technologie.

FSC und Sun Microsystems

FSC hatte im Bereich Behörden 2006 zu leiden, 2007 aber auch. Da ist FSC stark involviert. Beispielsweise hat FSC im ersten Quartal 2008 laut IDC einen Marktanteil von 46 Prozent gehabt, allerdings dicht gefolgt von HP (44 Prozent). Allerdings betrug dieses Anteil für FSC zwei Jahre zuvor noch rund 57 Prozent. Das Geschäft von FSC im Unix- und BS2000-Segment hat 2007 auch gelitten. Der Umsatz im Unix-Geschäft von FSC sank 2007 um 11,6 Prozent. Das hat viel zu tun mit der Migration von den "Primepower"-Servern hin zu "APL"-Sparc-Systemen, die FSC auch vertreibt. Um die Größenverhältnisse deutlich zu machen: FSCs Sparc-Enterprise-Umsatz für den Bereich Emea ist etwas kleiner als der Umsatz, den Sun in Deutschland mit dieser Rechnerkate-gorie erwirtschaftet.

Sun Microsystems und Fujitsu Ltd. haben am 01. Juni 2004 die

Erweiterung ihrer nunmehr 20-Jahre dauernden Partnerschaft bekannt gegeben. Die neue Kooperation sieht die Verschmelzung der Server-Familien Sun Fire und Fujitsu Primepower und die Entwicklung einer neuen gemeinsamen Generation von SPARC-Systemen unter dem Codenamen "Advanced Product Line" (APL) bis Mitte 2006 vor.

Die Konkurrenten im Unix-Server-Markt vereint die SPARC-Architektur. Beide Unternehmen entwickeln auf dieser Plattform eigene RISCProzessoren, die sie in ihren Serverlinien Sun Fire und Fujitsu Primepower einsetzen. Für beide Serverlinien ist Solaris die

bestimmende Betriebsystemumgebung.

APL-Rechner weisen die klassischen Tugenden der UltraSPARC-Serverlinie auf. Ihre Domäne sind Anwendungen, die auf

"sequenzielle" Hochleistung ausgelegt ist. Dazu zählen beispielsweise Simulationen wie Klimaforschung oder virtuelle Crashtests, die ein sehr schnelles Abarbeiten von Aufgaben erfordern.

•die auf Kommunikation ausgelegten Server mit dem Niagara-Chip, die

IP-Adressen sehr schnell lesen und verarbeiten. Niagara ist für alle

Network Facing-Bereiche wie beispielsweise Web Server, Application Server, Firewalls, Mail Server und Directory Server wichtig. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel die Internettelefonie (Voiceover-IP; VoIP) oder RFID-Systeme. Lieferketten, die per Radio Frequency Identification-Chips gekennzeichnete Produkte verarbeiten, sind für Sun sehr wichtig.

•Die enormen Datenmengen, die beispielsweise aus einer RFIDInstallation kommen, müssen in Datacenters der neuen Generation verarbeitet werden. Dort stehen Server mit dem Rock-Chip im Zentrum. Ihre Stärke ist das parallele Bearbeiten von Prozessen, wie sie bei der Maschine-zu-Maschine Kommunikation entstehen. Auf ihnen laufen oft Datenbanken, die Web Services bedienen.

Gartner-Analyst:

FSC versucht seine x86-Branding, Dynamic-Data-Center-Konzepts, ihre "Flexframe"-Initiative im Markt zu pushen. Und während die Verkäufe mit Primepower-Systemen relativ schnell zurückgingen, haben die mit Sparc-Systemen nicht im gleichen Maße zugelegt und das, obwohl FSC hier mehr hätte tun können. Aber es ist für Anwender auch nicht so leicht, von einer Primepower-Plattform auf eine Sparc-Plattform zu wechseln. Das hat mit unterschiedlichen Service- und Support-Angeboten zu tun, aber auch mit Unterschieden bei der Spei-cherarchitektur, bei der I/O-Architektur. Es gibt auch bei den Sparc-Angeboten von FSC und Sun Unterschiede. Es ist also nicht möglich, in Sachen Sparc einfach zwischen diesen beiden Anbietern zu wechseln.

Die Sparc-Enterprise-Server sind aber im Unix-Umfeld für FSC-Kunden sicherlich in Zukunft die erste Wahl.

Bei Sun ist es so, dass immer noch um die 50 Prozent ihres Unix-Umsatzes aus dem Verkauf von "Sunfire"-Maschinen stammt. Das lässt jetzt nach.