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19.01.2009

Deutsche Verlage machen Front gegen Google

Autoren wehren sich gegen die Büchersuche des Internet-Konzerns.

Rund sieben Millionen Bücher aus amerikanischen Bibliotheken hat Google bislang eingescannt. "Wir wollen erreichen, dass kein deutscher Autor und Verlag Rechte verliert", erklärte der Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort, Robert Staats, Anfang dieser Woche in Berlin. Der amerikanische Autorenverband Authors Guild sowie die Association of American Publishers hatten im vergangenen Herbst ihren über zwei Jahre andauernden Urheberrechtsstreit mit Google gegen Zahlung von 125 Millionen Dollar beigelegt. Damit wurde der Weg frei für eine umfassende Online-Suche auch in geschützten Büchern und Texten. Im Gegenzug beteiligt der Konzern Autoren und Verleger an den Werbeeinnahmen, die im Umfeld der Buchsuche erzielt werden. Google forderte seinerzeit auch Verlage und Autoren aus Deutschland auf, ihre Rechte in den USA anzumelden.

Neben der VG Wort wollen der Verband deutscher Schriftsteller in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband nun den deutschsprachigen Autoren und Verlagen helfen. Unter den sieben Millionen Büchern, für die die Google-Vereinbarung gilt, sind den Interessenvertretern zufolge auch Zehntausende deutschsprachige Buchtitel.

Die VG Wort habe Anfang Januar ein Rechtsgutachten erstellen lassen, das die Möglichkeiten eines wirkungsvollen Handelns für alle in Deutschland betroffenen Urheber und Verlage auslote. Auf Basis dieses Gutachtens würden derzeit Schritte vorbereitet, um den deutschen Rechteinhabern einen "optimalen Schutz" ihrer Urheberrechte zu gewährleisten. Daneben führe die VG Wort Gespräche mit ausländischen Verwertungsgesellschaften. (tc)