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10.11.2000 - 

Fujitsu-Siemens und Compaq brechen im dritten Quartal 2000 ein

Deutscher PC-Markt stagniert

MÜNCHEN (CW) - Laut den Dataquest-Analysten der Gartner Group verzeichnete der deutsche PC-Markt im dritten Quartal 2000 ein enttäuschendes Ergebnis. Mit einem Plus von 10762 Rechnern konnten die Hersteller gegenüber dem Vorjahresquartal nur um 0,7 Prozent nach Stückzahlen zulegen.

Zwischen Juli und September des laufenden Jahres verkauften die PC-Hersteller 1,63 Millionen Rechner in Deutschland. Mit gut 450000 Geräten liegt Fujitsu-Siemens Computers (FSC) wie auch im Vorjahr deutlich an der Spitze. Allerdings setzte das deutsch-japanische Joint Venture etwa 54000 PCs weniger ab als noch vor Jahresfrist. Der Marktanteil rutschte von 31,2 auf 27,7 Prozent. Auch der Zweitplatzierte (Compaq) brach mit einem Absatz von 161000 Rechnern und einem Marktanteil von nur mehr 9,9 Prozent ein. Im dritten Quartal 1999 standen noch 214000 verkaufte PCs und ein Anteil von 13,2 Prozent zu Buche.

Gewinner sind Hewlett-Packard (Platz drei) und IBM (Platz vier). HP setzte 30,9 Prozent mehr Rechner ab und erreicht damit einen Marktanteil von 6,1 Prozent (1999: 4,8 Prozent). IBM legte um 30 Prozent zu und sicherte sich knapp dahinter mit 5,8 Prozent den vierten Platz (1999: 4,5 Prozent). Auf dem fünften Platz liegt Maxdata, das mit einem Minus von 32,8 Prozent bei den Stückzahlen vom dritten Platz nach unten rutscht. Der Marktanteil des deutschen Anbieters beträgt nur rund 4,8 Prozent. 1999 waren es noch 7,2 Prozent.

Als Hauptgrund für das schwache PC-Geschäft hat Gartner-Analyst Thomas Reuner die anhaltende Schwäche des Euro ausgemacht. So müssten die PC-Hersteller ihre Komponenten in Dollar bezahlen. Als Folge seien die Margen der Anbieter unter Druck geraten.

Ferner gehe es den Herstellern nicht mehr darum, hohe Stückzahlen um jeden Preis zu verkaufen. In den letzten Monaten wurde vermehrt darauf geachtet, vor allem profitabel zu wirtschaften. Gerade bei Großaufträgen zeigten sich die Anbieter sehr vorsichtig. Vielfach stiegen sogar die Preise.

Die PC-Hersteller sind trotz der schwachen Absatzzahlen zufrieden. So verzeichnete Compaq als Zweitplatzierter im dritten Quartal eines seiner besten Geschäftsergebnisse. Da könne man die Stückzahlen ruhigen Gewissens vernachlässigen, erklärten die verantwortlichen Manager der Texaner.

Reuner bleibt optimistisch, was den PC-Markt betrifft. Zwar werde viel davon abhängen, wie sich der Euro entwickle. Microsofts Betriebssystem Windows 2000 sowie günstige Breitbandzugänge ins Internet würden aber ab Anfang 2001 den Markt ankurbeln und wieder für stärker steigende Absatzzahlen sorgen.

Das schwache deutsche Ergebnis färbte auch auf den europäischen Gesamtmarkt ab. Dieser vermochte jedoch mit 9,9 Prozent deutlich stärker zuzulegen. Im europäischen Stückzahlen-Ranking behält Deutschland mit einem Anteil von 20 Prozent nach Absatzzahlen die Nase vorn. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2000 fast 8,1 Millionen Rechner in Europa verkauft.

Während das Privatgeschäft europaweit um 23,5 Prozent expandierte, verzeichnete das Unternehmensgeschäft, das etwa 72 des Gesamtmarktes ausmacht, lediglich ein Wachstum von 2,9 Prozent. In Großbritannien und Frankreich, der Nummer zwei und drei in Europa, machten die PC-Hersteller mit Zuwachsraten von 13,9 beziehungsweise neun Prozent allerdings bei den europäischen Nachbarn ein wesentlich besseres Geschäft als in Deutschland.