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28.11.2003 - 

An der Spitze liegen die Skandinavier

Deutschland ist bei der ITK-Nutzung nur Mittelmaß

MÜNCHEN (CW) - Was den Zugang und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken (ITK) angeht, hat Deutschland Nachholbedarf. Unter den 25 Staaten, die von der International Telecommunication Union (ITU) als "hochentwickelt" eingestuft werden, reicht es nur zu Rang 18.

Die ITU hat ihr erstes globales Länder-Ranking bezüglich der ITK-Nutzung veröffentlicht. Spitzenreiter im "Digital Access Index" (DAI) für das Jahr 2002 sind Schweden, Dänemark, Island, Südkorea und Norwegen. Deutschland landet nur auf Platz 18, selbst im westeuropäischen Vergleich reicht es lediglich für Position elf. Hier haben die Skandinavier und die Niederlande die Nase vorn, auch Großbritannien, die Schweiz, Luxemburg und Österreich rangieren vor den Deutschen. Hinsichtlich der Internet-Nutzung scheint die hiesige Bevölkerung ebenfalls nur mäßig aktiv zu sein - demnach ist Deutschland auch in der diesbezüglichen Führungsriege nicht zu finden: Hier liegt Island weltweit vorn - vor Schweden, Südkorea und den USA.

Abgesehen davon zeigen sich die Vereinigten Staaten überraschend schwach: So landeten die USA in der Gesamtwertung lediglich auf Platz elf und wurden damit sogar von China einschließlich Hongkong sowie dem Nachbarland Kanada übertroffen.

In den DAI 2002 flossen laut ITU folgende Faktoren ein: die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit der Infrastrukturen, das Bildungsniveau der jeweiligen Bevölkerung, die Qualität der IT-Dienstleistungen sowie die Internet-Nutzung. Die aktuelle Studie, die 178 Staaten hinsichtlich dieser Kriterien unter die Lupe nimmt und bewertet, enthält weitere überraschende Resultate: So kann das ehemalige Ostblockland Slowenien in Sachen Digital Access inzwischen mit Frankreich, Italien und Neuseeland mithalten. Auch in Südkorea, das bei internationalen ITK-Rankings üblicherweise nicht unter den ersten zehn Kandidaten auftaucht, sich nun aber weltweit auf Platz vier schieben konnte, hat sich offenbar einiges getan. Nach einem Vergleich der aktuellen Ergebnisse mit Resultaten von 1998 haben vor allem die Asiaten in den vergangenen vier Jahren in Sachen IT-Nutzung aufholen können. Deutlich weiterentwickelt haben sich primär Südkorea und Taiwan, wohingegen die Vereinigten Staaten in diesem Zeitraum vom fünften auf den elften Platz zurückfielen. Laut ITU standen für diesen Vergleich allerdings lediglich Daten von 40 Ländern zur Verfügung.

Nach der Studie, die die untersuchten Länder in die vier Digital-Access-Kategorien "High", "Upper", "Medium" und "Low" unterteilt, setzen sich die Top Ten der als hochentwickelt eingestuften Nationen mit Ausnahme von Kanada (Rang 10) ausschließlich aus europäischen und asiatischen Staaten zusammen.

Die positive Entwicklung in Asien deutet laut ITU darauf hin, dass Englisch mit der zunehmenden Verfügbarkeit anderssprachigen Contents keinen entscheidenden Einfluss mehr auf die rasche Verbreitung von Technologien hat. In der "Upper"-Kategorie landeten primär Nationen in Zentral- und Osteuropa, der Karibik und Lateinamerika. Hier führt Irland, gefolgt von Zypern, Estland, Spanien und Malta. Das Schlusslicht des globalen ITC-Rankings stellt der afrikanische Staat Niger dar. (kf)