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26.04.2005

Deutschland kürt die Super-Startups

Die German Tech Tour (GTT) prämierte die 27 erfolgreichsten Hightech-Firmen.

Durch die Pleiten am Neuen Markt hat das Image von jungen Technologieunternehmen in Deutschland einen deutlichen Schaden erlitten. Zu Unrecht, wie Kenner der ansässigen Venture-Capital-(VC-) und Gründerszene meinen. Die jüngsten Aufkäufe von IT-Firmen durch Konkurrenten sowie Investoren aus den USA untermauern diese Einschätzung. Als Beleg dafür, dass hiesige junge Unternehmen den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen, hat eine Jury aus Risikokapitalgebern nun unter mehr als 200 Bewerbern 27 Firmen herausgepickt, die alle das Zeug zum Weltmarktführer auf ihrem Gebiet haben. Im Rahmen der GTT 2005 hatten diese Anbieter vom 20. bis 22. April Gelegenheit, ihre Technologien und Geschäftsmodelle internationalen Investoren vorzustellen.

Mit etwas Glück treten sie in die Fußstapfen von Suse Linux oder dem Verbraucherportal Ciao.com die im Anschluss an die erste GTT im Jahr 2000 Risikokapital erhalten hatten.

Potenzieller Investor ist unter anderem die Beteiligungsgesellschaft Investcorp, die an deutschen VC-Investments interessiert ist. "Deutschland ist eines der stärksten Technologiezentren der Welt", erklärte Investcorp-Partner Hazem Ben-Gazem. Was Forschung und Entwicklung sowie das operative Management anbelangt, gelte der Spruch: "No one beats a German." Lediglich bei der Kommerzialisierung und Internationalisierung der Produkte gebe es ein Manko, räumt Ben-Gazem ein. Mittlerweile kämen jedoch erfahrene Manager aus den USA zurück und mischten die Unternehmen auf.

Das Loblied auf "Serienunternehmen" will August-Wilhelm Scheer, Gründer der IDS Scheer AG nicht unbedingt mitsingen. Von einer Position zur nächsten zu hopsen entspreche nicht seinem Bild eines Unternehmers, so der Fachbeirat der German Tech Tour. Branchenpioniere wie Lawrence Ellison und Hasso Plattner seien bei ihren Companies geblieben und hätten Erfolg gehabt. Um die Hightech-Industrie nicht weiter auszubluten, sei es weiterhin erforderlich, Börse und Tradesales in Deutschland wieder attraktiver zu machen. Damit könne es gelingen, längerfristig erfolgreiche Unternehmen heranzuziehen, um auf Augenhöhe mit den USA zu kommen. (mb)