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14.02.1997 - 

10. Berliner Software Unternehmergespräche

Deutschlands Softwerker sind vorsichtig optimistisch

14.02.1997

Die Erwartungen seien nur geringfügig gedämpfter als im Vorjahr, erklärte Dieter Adler, Geschäftsführer der Diebold Deutschland GmbH, die auch in diesem Jahr die Jubiläumsveranstaltung ausrichtete. Insgesamt sei ein "solides Geschäft" zu erwarten, die Branche bewege sich in einem "ruhigen Fahrwasser".

Allzu ruhig ist das Fahrwasser für elf Prozent der befragten Softwareschmieden. Sie erlebten 1996 eine negative Geschäftsentwicklung. Mit einem geringfügigen Wachstum zwischen null und fünf Prozent mußten sich 19 Prozent bescheiden. Immerhin 21 Prozent konnten einen Geschäftszuwachs von fünf bis zehn Prozent verbuchen und 49 von 100 gar einen mehr als zehnprozentigen Umsatzsprung.

Ein Jahr zuvor hatte Diebold den Anwesenden dieselben Fragen gestellt. Der Anteil der Softwerker, die ein defizitäres Jahr 1995 hinter sich hatten, lag damals nur bei sechs Prozent, während exakt die Hälfte einen Anstieg der Einnahmen um mehr als zehn Prozent verbuchen konnte. Allerdings war die Teilnehmerstruktur 1996 anders als in diesem Jahr: Deutlich mehr Großunternehmen mit über 200 Mitarbeitern hatten damals die Veranstaltung besucht.

Mit welchen Erwartungen gehen die Softwerker in das Geschäftsjahr 1997? Positiv Denken scheint die wichtigste Maxime in der Branche zu sein: Nur ein Prozent der Auskunftgeber erwartet 1997 eine negative Geschäftsentwicklung. Allerdings gehen 28 Prozent von einem Wachstum unter fünf Prozent und 32 Prozent von einer Geschäftszunahme zwischen fünf und zehn Prozent aus. Nur noch 34 Prozent rechnen mit einem mehr als zehnprozentigen Anstieg der Einnahmen.

Um erfolgreich zu bleiben, bauen deutsche Softwerker vor allem auf Kooperationen (60 Prozent) und versuchen, ihren Vertrieb zu verbessern (56 Prozent). Als neuer Verkaufskanal spielt das Internet bei nahezu der Hälfte der Häuser eine zentrale Rolle. Die Steigerung der Effizienz liegt 43 Prozent der Softwareschmieden am Herzen (43 Prozent) - vor allem Unternehmen mit einer schlechten Ertragslage haben hier Handlungsbedarf. Im Internet-, Intranet- und Telecom-Bereich wollen 37 Prozent zulegen.