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07.11.1980 - 

Forschungsprojekte:

DFG setzt neue Schwerpunkte

BONN (bi) - Von insgesamt 16 neuen Schwerpunktprogrammen, die bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) neu anlaufen, betreffen zwei unmittelbar die Daten- und Informationstechnik und eines mittelbar.

In dem neuen ingenieurwissenschaftlichen Programm "Modelle und Strukturanalyse bei der Auswertung von Bild- und Sprachsignalen" geht es um das Auffinden von Beziehungen zwischen Bild- beziehungsweise Spracheingabesignalen und einer rechnerinternen Darstellung der Sachverhalte, denen bestimmte Eingabesignale zugeordnet sind. Im Vordergrund der Arbeiten soll die Auswertung zusammenhängend gesprochener Sprache von Bildern, zum Beispiel aus dem medizinischen Bereich, aus der Fernerkundung und aus der Automatisierung von Produktion und Qualitätskontrolle sowie die Auswertung von TV-Aufnahmen bewegter Objekte stehen.

Der zweite Schwerpunkt bezieht sich auf die regelungstechnische Forschung und Entwicklung. Hier vollzieht sich seit geraumer Zeit ein bemerkenswerter Wandel in der Art der zu bearbeitenden Aufgabenstellungen. Bis vor wenigen Jahren standen Aufgaben im Vordergrund, die sich mit der Regelung einfach und überschaubar strukturierter Systeme und Prozesse befaßten. Heute und verstärkt in Zukunft sind jedoch Prozesse zu automatisieren, die sich durch zunehmende Komplexität ihrer Struktur auszeichnen. So werden veränderte Anforderungen an "Messen, Steuern, Regeln von- dynamischen Systemen komplexer Struktur" gestellt, für deren Erfüllung in einem DFG-Schwerpunktprogramm die Grundlagen geschaffen werden sollen.

Zum Komplex "Ergonomie" hat das neue Schwerpunktprogramm "Einstellung und Verhalten" eine Beziehung. Es soll unter anderem geklärt werden, wie es zu den beträchtlichen Diskrepanzen zwischen den Einstellungen von Personen und ihrem tatsächlichen Verhalten kommt. Zu diesem Zweck will man bisherige Ergebnisse in der Sozialpsychologie, der Entscheidungsforschung, der psychologischen Methodenlehre, der Gedächtnisforschung, der Entwicklungspsychologie und angewandten Sozialwissenschaften zusammenfassen. Die Ergebnisse dieses Programms könnten etwa die Haltungen und Einstellungen von Personen besser klären oder auf dem Wege über eine umfangreiche Wählerforschung die Inhalte von Partizipationswünschen der Bürger genauer erfassen. Auch "Akzeptanzprobleme" wären hier an der richten Stelle.

Informationen: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG, Kennedyallee 40, 5300 Bonn 2.