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11.08.1978 - 

Herstellerneutrale PXI-Protokole im "Expertenpapier":

DFÜ-Kompatibilität konkretisiert sich

BONN/DARMSTADT - Sichtbare Konturen nimmt die Kompatibilität bei der Datenfernverarbeitung an: Noch in diesem Sommer sollen die "PIX-Protokolle" als Expertenpapiere in die Normungsdiskussion eingebracht werden. Zusage des Bundesministers für Forschung und Technologie: Soweit es der Kompatibilität beim Verbund von Datenfernverarbeitungs-Systemen dient, werden auch nichtdeutsche Hersteller Entwicklungsgelder aus dem DV-Topf beziehen können.

Die PIX-Protokolle (aus: Pilotkomplex technisch-wissenschaftlicher Verbundprojekte) sind herstellerneutrale formale Festlegungen für den Auf- und Abbau sowie für die interne Steuerung von Kommunikationsverbindungen zwischen Datenverarbeitungssystemen. Diese Protokolle würden arbeitsteilig von verschiedenen deutschen Forschungsgruppen entwickelt.

Nach der ersten Diskussion der systemneutralen Protokolle mit Herstellerseite läßt sich offensichtlich auf der Herstellerseite eine erfolgversprechende Bereitschaft zur Mitarbeit an dieser Normungsvorarbeit ausmachen. Dem Vernehmen nach hat auch der Marktführer IBM zugesagt, technische Sachkritik beizusteuern. Vor allem für kleinere Hersteller ist die Mitarbeit an PIX wertvoll, weil sie dann künftig neutrale Schnittstellen zu bedienen hätten "und nicht immer in SNA-Bits rumfummeln müßten", wie ein Diskussionsteilnehmer das lebhafte Echo deutete.

Die PIX-Entwickler sind sogar der guten Hoffnung, daß kleinere Anbieter solche Protokolle eventuell mitanbieten.

Auf eine Data General-Anfrage hat das Bundesforschungs-Ministerium bestätigt, daß auch Kompatibilitätsbemühungen nichtdeutscher Hersteller honoriert wurden, somit brauchen umsatzschwächere DV-Hersteller nicht zu furchten, Entwicklungsgeld für vielleicht nur national zu verwendende Schnittstellen-Prozeduren ganz aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

Besonders wichtig für die Normung bei der Datenfernübertragung ist nun aber die Zusage der Mainframer, technische Sachkritik zu leisten. Denn daraus ist für die Benutzer erkennbar, wo später diese Schnittstellen am bellten im Betriebsystem aufzuhängen sind.

Für das BMFT ist die Datenfernübertragung mit eine der wichtigsten Gegenwartsaufgaben. Von den verschiedenen Aspekten der Datenfernverarbeitung hat das Bundesministerium für Forschung und Technologie besonders hervorgehoben, daß auf diese Weise nicht nur neue Anwendungsformen für das Instrument Datenverarbeitung geschaffen werden, sondern - und das ist der gesamtwirtschaftlich bedeutsamen Faktor - daß durch den Einsatz von Datenfernverarbeitung die Einstiegschwelle für die Benutzung des DV-Instrumentariums deutlich sinken wird. Damit leistet die Technik einen Beitrag, um die bisher vorhandene Bevorzugung großer Organisationen abzutragen: Mit Hilfe der Fernverarbeitung wird es auch kleineren Institutionen oder Wirtschaftsunternehmen möglich, sich des mächtigen Instruments Datenverarbeitung zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu bedienen.

Die Implementierung von P-IX-Protokollen für Rechner verschiedener Herstellen ist ein wirksamer Beitrag zur Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Datenverarbeitungs-Systemen. Durch die Anpassung an einen neutralen Standard in der Datenfernverarbeitung gewinnt der Anwender ein Stück Unabhängigkeit von seinem Systemlieferanten und damit von einem Hersteller