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07.05.1976 - 

Erstmals Hardware für den Datenschutz:

DFÜ-Sicherung durch Kryptologie

HANNOVER - CDU-Kanzlerkandidat Helmut Kohl hatte seine helle Freude: Beim Hannover-Messe-Rundgang bestaunte er zusammen mit anderen Politikern bei AEG-Telefunken ein 14 470-Mark-Gerät namens "Telekrypt". Das Verschlüsselungsgerät, in dem 20 Jahre Erfahrung mit militärischen Codiersystemen stecken, interessierte die Politiker im Hinblick auf die kommende Datenschutzgesetzgebung. Der Privatwirtschaft wird es als Schutz gegen "Datendiebe und Wirtschaftsspione" angeboten.

Anzapfen bringt nichts mehr

"Einen besonders hohen Unsicherheitsfaktor bildet die Datenübertragung. Besonders groß ist die Gefährdung beim grenzüberschreitenden Nachrichtenverkehr mit seinen oft unklaren Rechts- und Hoheitsverhältnissen", argumentiert AEG-Telefunken und wird sogar deutlicher: "Selbst bei der Bundespost läßt sich eine Anzapfung oder undichte Stelle nicht sicher ausschließen."

Das vollautomatisch arbeitende Telekrypt-Gerät mit V-24-Schnittstelle wird zwischen Datenendeinrichtung beispielsweise einem Rechner oder Terminal - und Modern geschaltet. Es verschlüsselt die Nachricht zu einem völlig sinnlos erscheinenden alphanumerischen Zeichensalat, aus dem nicht einmal auf die Struktur der übermittelten Information geschlossen werden können. Auf der Empfangsseite ist ein zweites Telekrypt-Gerät zur Decodierung erforderlich. Der Empfang von Klartext ist nur möglich, wenn in Ver- und Entschlüsselungsgerät dieselbe Schlüsselkarte eingelegt ist, die zur Erhöhung der Sicherheit immer wieder gewechselt werden kann..

Da es etwa 10 30 Variationsmöglichkeiten bei der Schlüsselkarte gibt, ist ein zufälliges Auftreten gleicher Schlüssel "extrem unwahrscheinlich". Der Versuch einer unbefugten Entzifferung der Schlüsselkarte durch Ausprobieren ist - so AEG - "so aussichtslos, daß ein Lottozettel, im Vergleich dazu noch todsichere Gewinnchancen bietet".

Informationen: AEG-Telefunken, Postfach 1120, 7150 Backnang.