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30.07.1976 - 

Regierungs-Bericht

DFÜ wird Schwerpunkt der Telekommunikation

BONN - Die "Vorstellungen der Bundesregierung zum weiteren Ausbau des technischen Kommunikationssystems" enthält ein ebenso betitelter Bericht, der jetzt vom Bundesministerium" für das Post- und Fernmeldewesen veröffentlicht wurde.

Er bestätigt die Auffassung der KtK (Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationssystems), wonach neue Telekommunikationsformen wie etwa Bürofernschreiben, Telekopieren, Faksimile-Zeitung und Kabelfernsehen nur dann eingeführt werden sollten, wenn eine entsprechende Nachfrage auch tatsächlich vorhanden ist.

Die Regierung betont jedoch nachdrücklich die wirtschaftliche Bedeutung der Telekommunikation für eine Industrienation in einem kommenden "post-industriellen Zeitalter, das von einem hohen Informationsbedarf mit entsprechenden Anforderungen an den Informationstransfer gekennzeichnet sein wird" (Berichtstext). "Das könnte" - wie es weiter heißt - "dazu führen, daß in der Telekommunikation die Sprachübertragung ihre dominierende Rolle gegenüber der Text- und Datenübertragung verliert."

Die Aufgabe der Post werde wie bisher ausschließlich darin bestehen, die Übermittlung von Daten lernmeldetechnisch sicherzustellen - was explizit heißt, daß es ein "Super-EDV-Service-Unternehmen Bundespost" hierzulande nicht geben wird (im Nachbarland Frankreich baut die Post bekanntlich einen staatlichen DV-Service auf).

Interessant für Datenverarbeiter ist auch, daß das "Schmidt/Genscher-Kabinett" für die Einführung von "Bildschirmtext" (Abruf von Textseiten aus zentralen Datenbanken für den Heimfernseher über Fernsprechleitungen) die technischen Voraussetzungen klären lassen will, um - so der Bericht - "Aufschluß über die Kosten zu erhalten, die mit dem Aufbau und dem Betrieb entsprechender Telekommunikations-Dienste verbunden wären."

So ist die Bundesregierung der Auffassung, daß in einem zukünftigen Telekommunikations- und Informationssystem individuelle, interaktive Abfragen von sowohl privaten wie auch von staatlichen Datenbanken möglich sein dürften.

Dergleichen hat man von Futurologie-Professoren schon öfter gehört - diesmal steht es in einem offiziellen Regierungs-Papier. de