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23.09.2008

DGB-Vorsitzender offenbar Opfer in Telekom-Affäre - FTD

FRANKFURT (Dow Jones)--In der so genannten Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom AG sind nach einem Zeitungsbericht offenbar auch Telefonverbindungsdaten des Bundesvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, im Auftrag des Unternehmens durchleuchtet worden. Der Vorstandsvorsitzende der Telekom, Rene Obermann, habe ihn in der vergangenen Woche über entsprechende Erkenntnisse der Bonner Staatsanwaltschaft informiert, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Dienstag vorab unter Berufung auf Sommer, der im Telekom-Aufsichtsrat sitzt. Eine DGB-Sprecherin bestätigte Sommers Aussage.

FRANKFURT (Dow Jones)--In der so genannten Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom AG sind nach einem Zeitungsbericht offenbar auch Telefonverbindungsdaten des Bundesvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, im Auftrag des Unternehmens durchleuchtet worden. Der Vorstandsvorsitzende der Telekom, Rene Obermann, habe ihn in der vergangenen Woche über entsprechende Erkenntnisse der Bonner Staatsanwaltschaft informiert, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Dienstag vorab unter Berufung auf Sommer, der im Telekom-Aufsichtsrat sitzt. Eine DGB-Sprecherin bestätigte Sommers Aussage.

"Die Deutsche Telekom hat mehrere Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat unterrichtet, dass im Rahmen der Ermittlungen zum Datenmissbrauch ihre Mobilfunknummern aufgetaucht sind," teilte das Unternehmen in Reaktion auf den Bericht am Dienstag mit. "Der Staatsanwaltschaft liegen offenbar derzeit keine Erkenntnisse vor, dass diese Aufsichtsratsmitglieder Ziele eines gezielten Ausspähungsangriffs waren."

Es sei noch unklar, ob sich die Bespitzelung gezielt gegen Sommer gerichtet habe oder ob seine Daten im Zuge von Nachforschungen gegen andere Aufsichtsratsmitglieder überprüft worden seien, so die FTD. Die Staatsanwaltschaft habe im Zuge ihrer Ermittlungen beim Unternehmen lediglich Namen abgefragt, die zu einzelnen Nummern aus den durchleuchteten Verbindungsdaten gehören, und darunter sei auch eine Nummer von Sommer gewesen, schreibt die Zeitung.

Ende Mai hatte die Telekom eingeräumt, dass es im Konzern 2005 und mitunter auch 2006 zu missbräuchlicher Nutzung von Verbindungsdaten gekommen war. Das Ziel soll gewesen sein, durch den Abgleich von Telefonverbindungsdaten undichte Stellen im Unternehmen zu finden, durch die Informationen an die Medien gelangten. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall unter anderen gegen den ehemaligen Telekom-Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke und den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel.

Der zuständige Sprecher bei der Bonner Staatsanwaltschaft war nicht zu erreichen.

Webseite: http://www.telekom.de DJG/phg/smh/cbr

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