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06.04.1984 - 

Neuer Typenrad-Printer soll sich in Netzwerken behaupten:

Diablo-Drucker mit High-speed-Anspruch

MÜNCHEN (CW) - Rechtzeitig zur Hannover-Messe wartet die Xerox-Tochter Diablo wieder mit einer neuen Druckergeneration auf. Bei der jetzt in München vorgestellten Printerserie "80 IP" handelt es sich nach Aussagen der Verantwortlichen um "die schnellsten Typenraddrucker, die je von einem Unternehmen entwickelt und gefertigt" wurden. Ein System verarbeitet bis zu 80 Zeichen pro Sekunde.

Was der Londoner Diablo-Manager Peter Benes werbewirksam als "Fifth Generation" in der Druckertechnologie apostrophiert, ist nach Ansicht von Peripherie-Experten kaum mehr als ein etwas größerer Leistungssprung innerhalb der bisherigen Produktlinie des US-Anbieters. Hier bringe die Serie 80 IF durchaus einige respektable Neuerungen.

So verfügen die neuen Diablo-Drucker über ein "All Purpose Interface" (API), das von Diablo für die Baureihe 630 ECS entwickelt wurde. Es faßt drei allgemeine Schnittstellen in einer Einheit zusammen und ermöglicht durch seine Steckerkompatibilität den unmittelbaren Anschluß des Druckers an beliebige Knoten innerhalb eines Netzwerkes. Separate Interface-Module werden nicht mehr benötigt.

Standardmäßig verfügt der 80 IF über eine integrierte elektronisch gesteuerte Doppelblattzufuhr, die sowohl die bisherige Zuführungs- als auch die Ausgabezeiten verbessert. Darüber hinaus benutzt der Drucker ein ECS-Typenrad mit erweitertem Charakter-Set für die Text- und Datenverarbeitung. Diese Vorzüge prädestinieren ihn nach Ansicht von Diablo für den Einsatz in zahlreichen außergewöhnlichen Branchenanwendungen. Das ECS-Typenrad umfaßt 200 Zeichen, so daß der Drucker auch für Aufgabenstellungen eingesetzt werden kann wie in der Finanzbuchhaltung. Seine Sonderzeichen ermöglichen auch den Ausdruck rechtswissenschaftlicher Dokumentationen und die Erzeugung von Business-Grafiken.

Die neue Printerserie bietet auch ein verbessertes Handling und modernisierten Bedienungskomfort. Hochkapazitäts-Farbbänder und eine "bidirektionale" Kommunikation mit dem Hostrechner reduzieren laut Diablo die Bedienereingriffe auf ein Minimum. Der Geräuschpegel liegt unter 58 dBA.

Der Enduser muß für einen 80 IF-Drucker (verfügbar ab Herbst 1984) etwa 10 000 Mark zahlen.

Knapp die Hälfte kostet hingegen ein Printer der gleichzeitig vorgestellten Low-cost-Serie 36. Diese Systeme arbeiten mit einer Druckgeschwindigkeit von 30 bis 40 Zeichen pro Sekunde. Ein 36-Drucker verfügt über ein "All Purpose Interface" (API) mit RS-232-C-, IEEE 488- und Centronics-Schnittstellen und ist darüber hinaus über ein 12-Bit-Parallelinterface (PPI) an alle gängigen Rechnersysteme anschließbar.