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21.03.1980 - 

Modemalarmsystem für 230 Einheiten:

Diagnostiziert die häufigsten Netzstörungen

WIESBADEN (pi) - Größere Datennetze, die auf der Computerseite zwangsläufig eine große Anzahl von Modems aufweisen, lassen sich im allgemeinen nur schwer auf Störungen hin überwachen. Zwar kennt die Computerkonsole Meldungen wie "Time out" oder "Line error" , schweigt sich aber darüber aus, welcher Natur die Störung im einzelnen ist.

In der Praxis kommen folgende Fehler am häufigsten vor:

1. Der Computer setz keine Meldungen mehr ab (kein Poll),

2. die Außenstelle antwortet dem Poll nicht (keine Antwort),

3. die Postleitung ist kurzzeitig unterbrochen (Leitungsunterbrechung),

Das Modemalarmsystem "Modas 1" der Elogica GmbH prüft bei jedem angeschlossenen Modem, ob einer oder mehrere der genannten Störung vorliegen und meldet sie dann einem zentralen Überwachungsplatz. Die Störung wird akustisch angezeigt und die Adresse des betroffenen Modems leuchtet am Zentralplatz auf. Daraufhin nimmt der TP-Koordinator den Modem aus dem Überwachungszyklus und sieht nach, um welche Störung es sich handelt und ob die V.24-Schnittstelle auf der Modemanschlußeinheit Abweichungen vom Normalzustand zeigt.

Zur Überwachung von über 230 Modems braucht das System eine Sekunde, das bedeutet, Störungen werden, lange bevor die Konsole Meldung erstattet, eingekreist und spezifiziert. Selbst sporadisch auftretende Fehler werden sicher erfaßt Modas 1 verfügt nämlich über ein Speichersystem, das auch kurzzeitig auftretende Fehler festhält und dem TP-Koordinator dadurch die Möglichkeit gibt, gezielt einer Störung nachzugehen.

Die Leistungsfähigkeit großer Datennetze steht und fällt mit ihrer Verfügbarkeit: Selbst kurze Unterbrechungen bedeuten mitunter schwere finanzielle Folgen. Das Alarmsystem soll dem TP-Koordinator helfen, die Störungszeit so kurz wie möglich zu halten, und hebt damit die Verfügbarkeit des Datenübertragungsnetzes.

Auf jeder Anschlußeinheit sind drei Zeitschaltungen, die prüfen, ob

1. die Sendedaten für 2,5 Sekunden (oder wahlweise für fünf Sekunden) unterbrochen sind,

2. die Empfangsdaten für 2,5 Sekunden (wahlweise für fünf Sekunden) unterbrochen sind,

3. der Empfangsträger (M5) für 2 Sekunden (wahlweise für vier Sekunden) unterbrochen ist.

Sind die Unterbrechungen kürzer als die vorstehend genannten Zeiten, so spricht die Schaltung nicht an, ansonsten lädt die Anschlußeinheit einen Speicher "Störungsmeldung" und hält gleichzeitig fest, was der Anlaß der Störung ist.

Die Zentralschaltung von Modas 1 adressiert zeitlich hintereinander über acht Adreßleitungen aller angeschlossenen Einheiten. Liegt bei einer Anschlußeinheit eine Störung vor, so unterbricht die Zentralschaltung ihren Überwachungszyklus, meldet einen Summton und zeigt die Adresse des Modems an, dessen Anschlußeinheit die Störung festgestellt hat.

Der Bediener stellt zunächst über einen Schalter den Summton ab, untersucht am Zentralplatz, welcher Typ Störung vorliegt und nimmt mit dem "Reset" -Schalter den gestörten Modemaus dem Überwachungszyklus. Danach wird der Halt in der Zentralschaltung zurück- und der Überwachungsvorgang fortgesetzt.

Bei großen Modemnetzen kommt es immer wieder zu Potentialausgleichströmen, wenn die Modems von unterschiedlichen Stromkreisen gespeist werden. Dem wird durch je eine eigene Stromversorgung pro Baugruppenträger und Zentralschaltung Rechnung getragen. Darüber hinaus ist die Zentralschaltung vom Baugruppenträger galvanisch getrennt (Kopplung erfolgt über Optokoppler), und auch die Modems sind untereinander nicht galvanisch verbunden. Dieser Aufwand erlaubt es, Modems mit unterschiedlichen Stromkreisen auf einen Baugruppenträger zu schalten und maximale Entfernungen zwischen den Baugruppenträgern von mehreren hundert Metern zuzulassen.

Informationen: Elogica GmbH, Unterriethstr. 34, 6200 Wiesbaden, Tel.: 0 6l 21/84 12 87.