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02.07.1976 - 

Kritik am IuD-Programm

Dialog am Terminal ist zu teuer

MÜNCHEN - Kritik am Programm "Information und Dokumentation" des

Bundesforschungsministeriums übt Hans K. Fischer, Geschäftsführer der

Münchener Synchron GmbH: Das System der geplanten 16 Fachinformationszentren - Aufwand für den Aufbau 242 Millionen Mark -, sei zu teuer und zu schwerfällig.

Als Beispiel nennt er die medizinische Dokumentation DIMDI in Köln: Für die rund 3600 Recherchen und 4000 Profildienste ergaben sich Kosten von 1090 Mark pro Auskunftsleistung. "Selbst wenn man zugrunde, legt" - so erläutert Fischer - "daß sich der Dienst noch in Aufbau befindet, ist kaum zu erwarten daß auch nur die reinen Computer- und Telefonkosten in der Größenordnung von 50 Mark vom Informationssuchenden getragen werden können."

Fischer weist darauf hin, daß der Literaturnachweis mit Hilfe von Großrechnern wegen der begrenzten Kanalkapazität und der hohen Kosten nur für "wenige privilegierte Institutionen" in Frage komme.

Er spricht aus eigener schlechter Erfahrung: Die Synchron GmbH entwickelte einen EDV-Auskunftsdienst zur Kapazitätenvermittlung, der 1973 von der Datel in Lizenz übernommen wurde. Fazit: "Terminals sind den Kunden zu teuer - aber Recherchen ohne den Feedback beim Dialog ergeben Unsinn."

Fischer schlägt eine andere Lösung vor: Erstellung von Indexdateien mit Rechnerhilfe - aber Ausgabe Von Listen oder Mikrofilmen, in denen jedes Dokument unter allen Deskriptionen zu finden ist. "Damit erzeugen wir Redundanz - aber wir könnten z. B. ein Retrieval-System in Buchform für juristische Literatur für 300 Mark liefern."