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27.02.1976 - 

Die tausendste ICL 2903

Dialog praktisch umsonst

STUTTGART - Innerhalb von 80 Minuten wurde am 19. Februar in der Stuttgarter Firma Wohnpunkt-Möbel Herbert Bock KG das - weltweit gerechnet - eintausendste ICL-System2903 installiert. Es löst ein IBM-System 3, Modell 10 ab. EDV-Leiter J. Schopp: "Wir haben praktisch keine Mehrkosten - aber schätzungsweise 50 Prozent mehr Leistung." Durch die mit der Umstellung verbundene Reorganisation will das Unternehmen jährlich rund 50 000 Mark einsparen.

"Da das System 3 nur im Batch arbeitete, mußten wir bisher jede Woche auf teurem 6fach-Spezial-Papier dicke Bücher ausdrucken, im Zugriff zu den Beständen zu haben", berichtete J. Schopp noch am gleichen Tage auf einer ICL-Jubiläums-Pressekonferenz. "Trotzdem konnten wir bei Anrufen von Kunden nicht immer die richtige Auskunft erteilen, obwohl die bestellte Ware unter Umständen längst am Lager stand." Das soll jetzt anders werden: Die 2903 wird außer zwei Terminal-Druckern für das Schreiben von Kassenquittungen und Versandpapieren auch vier Bildschirmgeräte für Abfragen bedienen, deren Installation war allerdings nicht in der Rekordzeit von 80 Minuten enthalten.

IBM's System 3 kostete 10 500 Mark Monatsmiete, die neuinstallierte ICL 2903 hingegen 12 300 Mark. Die Differenz wird durch Einsparungen bei Lochkarten, dem 6fach-Papier und verschiedenen Vordrucken ausgeglichen.

Gewählt wurde folgende 2903-Konfiguration: CPU mit 24 K Worten, Bildschirm-Steuerpult, Kartenleser und Schnelldrucker (300 Zeilen je Minute) und zwei Fest-/ Wechselplattenspeicher (20 Millionen Zeichen). Dazu kommen drei Daten-Direkteingabestationen, vier Bildschirme und zwei Terminaldrucker.

Die Umstellung der 250 in RPG II geschriebenen Programme erfolgte 1:1 mittels ICL-Conversion-Software, um sofort produktiv arbeiten zu können. Details werden später ausgefeilt. Die Programme für die TP-Anwendungen wurden - ebenfalls in RPG II - neu geschrieben. Der Gesamtaufwand für die Software-Umstellung in der Bock-EDV-Abteilung betrug 1 Mannjahr. Einziger Kummer, den Schopp bisher mit der ICL hatte: "Es fehlt an deutscher Literatur - und in Englisch bin ich nicht so gut. " -py