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12.12.1975 - 

Neues IBM-Software-Paket VSPC

Dialogkomfort-besonders für APL-Anwender

STUTTGART - "Bequemeren Umgang mit dem Computer" verspricht IBM: Sie kündigte ein neues Software-System "Virtual Storage Personal Computing" (VSPC) an. Das Lizenzprogramm stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg dar, Computerleistung am Arbeitsplatz verfügbar zu machen. Mitarbeiter in der Fachabteilung ebenso wie das Management sollen - so IBM - den Computer mit dieser Software-Hilfe "direkt und individuell ohne spezielle DV-Kenntnisse" nutzen können.

"Fortsetzung des Betriebsystems"

Bei VSPC handelt es sich um ein Dienst- und Steuerprogramm, das als Fortsetzung des Betriebssystems betrachtet werden kann. Es ermöglicht dem Benutzer schnell und einfach eigene Bibliotheken für Programme und Daten anzulegen und zu schützen. Ein Kennwort, das vom Benutzer verändert kann, schließt in Verbindung mit der Benutzernummer Unbefugte von VSPC-Programm und von bestimmten Bibliotheken aus. Da die Möglichkeiten vor allem für APL-Anwender interessant wird, kann VSPC auch als "großes, komfortables APL" angesehen werden.

Die VSPC-Befehlssprache wird von VSPC selbst interpretiert und steht auch dann zur Verfügung, wenn keine Sprachkomponenten (APL, Fortran oder Basic) installiert sind.

Werkzeug für Sachbearbeiter

Das neue "Werkzeug für die direkte Sachbearbeiter-Dialog-Verarbeitung" unterstützt besonders die interaktive Terminalbenutzung. Da die Bildschirmeinheit 3270 jetzt auch mit APL-Zeichensatz erhältlich ist, kann in der Ankündigung von VSPC ein Zeichen dafür gesehen werden, daß IBM von der Hardware- wie der Systemsoftware-Seite her APL verstärkt fordern will. Der Hersteller betont denn in der Ankündigung auch die leichte Erlernbarkeit von APL, das sich nicht nur gut für einen Dialog sondern auch als Grundlage für die Entwicklung fachspezifischer Sprachen eigne.

Dem Mitarbeiter in der Fachabteilung soll VSPC ermöglichen, seine Aufgabe im "persönlichen Dialog" zu formulieren und ohne zeitliche Verzögerung zu lösen. Dem Management wird mit der Software ein "neues Analyse- und Planungsinstrument" versprochen und der DV-Abteilung schließlich, daß sie "mehr bieten kann und sich weniger belastet".

VSPC ist zwar für die ganze 370-Serie offiziell freigegeben, von besonderen Ausnahmen abgesehen aber erst ab Modell 135 aufwärts sinnvoll einsetzbar. Die DOS-Version kostet 2520 Mark/Monat, läuft auf Systemen mit mindestens 256 K und ist ab November 1976 erhältlich. Für OS/VS 1 beträgt der Preis 3080 Mark/Monat (Mindestgröße 384 K/erhältlich ab Mai 1976). Für OS/VS 2 kostet das Paket 3360 Mark im Monat; es ist ab Oktober 1976 erhältlich - für Systeme mit 2048 K und mehr. Die "Sprachkomponenten" (Interpreter) APL, Fortran und Basic dazu sind ab Mai 1976 erhältlich und kosten jeweils 1120 Mark je Monat. (Siehe auch Software, Seite 9.)