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29.05.1981 - 

34-Anwenderbericht: Schnell im Modemachen und -vermarkten:

Dialogpaket als roter Faden im Textilgeschäft

DÜSSELDORF (pi) - Vor fünf Jahren startete das Textilunternehmen "Esprit de Corp" in Deutschland. Heute wird vom Standort Düsseldorf aus eine eigene Kollektion im europäischen Raum vertrieben. Spezialität des Unternehmens ist es, für die Produktion jeweils den Standort zu bevorzugen, an dem die Herstellung am günstigsten ist. Die Palette der produzierenden Betriebe reicht heute von Südamerika über Fernost bis Europa und zur Schwäbischen Alb. Jahr für Jahr werden vier vollständige Kollektionen mit je zirka 180 bis 200 Teilen erstellt.

Eine Fülle von branchenspezifischen Besonderheiten, wie exakte Disposition, rechtzeitige Materialbeschaffung, frühzeitige Trenderkennung sind die Probleme, die es bei Esprit de Corp im letzten Jahr zu bewältigen galt. Das bis dahin installierte EDV-System war diesen wachsenden Anforderungen des Marktes fast nicht mehr gewachsen. Lange Programmlaufzeiten, ständiges Blättern in unzähligen EDV-Listen, Zusammentragen von Daten und ein hoher Aufwand an manuellen Tätigkeiten stellten die eingesetzte EDV-Organisation in Frage.

Mitte 1980 begann die Geschäftsführung mit der Suche nach einer branchenorientierten EDV-Lösung. Unter anderem studierte man die Dokumentation eines amerikanischen Software-Unternehmens mit Sitz in San Francisco, Melbourne (Australien) und Düsseldorf. Das Software aus hat sich ausschließlich auf die Textilbranche spezialisiert. Es war zu erkennen, daß sein Programmpaket nahezu alle anstehenden Probleme würde lösen können. Zwei Anrufe bei anderen Textilfirmen, die das ACS-Online-Software-Paket bereits installiert hatten, bestätigten diesen Eindruck.

Kurze Zeit später begann man mit der Installation eines Systems /34 (IBM) und der Textil-Software von Applikationen der Computer und Software GmbH, Düsseldorf (ACS). Der geplante dreimonatige Parallellauf zwischen dem alten und neuen Computer wurde nach zwei Wochen eingestellt, da die auftretende Fehlerquote gleich Null war.

Was wurde in den einzelnen Abteilungen und was wurde für die Geschäftsführung durch den Einsatz von ACS-Online und System /34 erreicht?

Auftragsbearbeitung

Manuelle Tätigkeiten wie Abstreichen von ausgelieferten Artikeln, Suchen von Originalaufträgen sind nicht mehr notwendig. Da sämtliche Arbeiten über Bildschirmdialog stattfinden und alle Daten einschließlich aller Besonderheiten je Kunde und Auftrag gespeichert werden, reduzieren sich die manuellen Arbeiten auf ein Minimum. Auskunft bei Kunden- oder Vertreteranrufen kann nun sofort gegeben werden. Rückrufe bezüglich Lieferdaten oder Status der Auftrage sind nicht mehr notwendig. Da die Vertreter täglich Protokolle über eingegangene und ausgelieferte Aufträge oder Auftragszeilen erhalten, ist auch der Außendienst jederzeit "up to date". Resümee: Zeit- und Kosteneinsparung bei der Auftragsverwaltung, daher erhöhte Konzentration auf den Kunden, also besserer Service und klarere Aussagen. Da ACS dem Verkauf über Bildschirm oder Listen jederzeit aktuelle Daten zur Verfügung stellt, können sofort Schwachstellen erkannt werden. Durch schnelles Reagieren werden Über- oder Unterverkäufe vermeidbar. Die Kunden erhalten ihre bestellte Ware, Lagerbestände werden reduziert. Vertreter- und Kundenanalysen zeigen dem Verkauf neueste Trends, das heißt, Artikelrenner werden sofort erkannt, schwache Artikel können gefördert werden.

Disposition

Da ACS-Online die Belange von Importeuren in das Software-Paket integriert hat, können ein- und ausgehende Telexdaten direkt am Bildschirm eingegeben und geprüft werden, Fehler sind auf der Stelle feststellbar. Auch hier konnte der manuelle Aufwand wie Blättern in den Bestellungen, Suchen von Telexdaten, Übertragen von Daten auf Bestellisten, manuelles Prüfen von Papieren auf ein Minimum reduziert werden. Die eingesparte Zeit läßt der Disposition nunmehr Zeit, die Hersteller zu überwachen und zugesagte Termine zu überprüfen. Informationen in Dispositionslisten unterstützen diese Tätigkeit. Auf dem Bildschirm können die Daten sofort abgerufen werden.

Materialdisposition

Da das Unternehmen von Deutschland aus die Materialeinkäufe steuert und überwacht (für die in- und ausländische Herstellung) ist die Materialdisposition von größter Wichtigkeit. Aus den vorhandenen Kundenaufträgen, Bestellungen und Materialdaten können erschöpfende Materialwirtschaftsdaten angezeigt und aufgelistet werden. Die Bedarfsermittlung, Bestandsführung und Terminplanung werden ebenfalls im Dialog verarbeitet Klar aufgebaute Material-Planungslisten ersparen dem Disponenten das Zusammentragen von Zahlen und Fehleinkäufe; Materialengpässe können vermieden werden. Durch Sofortverarbeitung ist hiermit das Quotaproblem für die Auslandsproduktion gelöst.

Ein größeres Problem bei Esprit de Corp wurde im letzten Jahr die Warenzuteilung. Durch die bereits vorhandene alte EDV war die Steuerung der Warenzuteilung problematisch geworden. Durch fehlende Dialogmöglichkeiten konnte die Zuteilung nur mit großem Aufwand manueller Art kundengerecht ablaufen. Die Packzettel mußten visuell geprüft, manuell geändert und ergänzt werden. Kundenspezifische Daten. wie gewünschte Versandart oder sonstige Vereinbarungen je Auftrag konnten nur nachträglich berücksichtigt werden. Diese Besonderheiten stellten eine Mehrbelastung dar für Kundenservice, Auftragsbearbeitung, Versand und Buchhaltung. Mit dem neuen System sind nun diese Probleme auf einmal gelöst. Verschiedene Zuteilungsmöglichkeiten und Berücksichtigung aller Vereinbarungen mit Kunden lassen nun die Auslieferung fehlerlos ablaufen. Die Erstellung der Kundenrechnungen und Versandpapiere erfolgt ebenfalls im Dialog.

Durch den Einsatz des ACS-Online-Pakets konnte also im Bereich Warenauslieferung und Fakturierung erheblich rationalisiert werden: Bei der gleichen Anzahl von Mitarbeitern kann die doppelte Menge an Waren fehlerlos ausgeliefert werden. Die besonderen Versand- oder Lieferbedingungen von Kunden werden berücksichtigt.

ACS-Bedienung

Die Konzeption von ACS-Online ist so, daß die Dateneingaben und Kontrollen in den Abteilungen liegen. Ein Bedienungshandbuch unterstützt bei der Arbeit.

Ein Programmierer mußte bei Esprit de Corp nicht eingestellt werden, da ACS jeweils während der Installation das Programmpaket auf eventuell notwendige, individuelle Anwenderwünsche modifiziert oder ergänzt.

Esprit arbeitet nunmehr seit Oktober 1980 mit ACS-Online und einem System /34 (128 K Hauptspeicher, 128 Mio. Platte) störungsfrei. Seit April 1981 ist der Hauptspeicher auf 256 K aufgestockt worden, um für die angeschlossenen 11 Bildschirme und drei Drucker einen noch besseren Durchsatz zu erreichen. "Sollten wir irgendwann in den Bereich eines Systems /38 kommen, so stoßen wir auch in diesem Fall nicht mit dem Kopf an die Decke. Da ACS ab Mai 1981 die gleiche Software für das System /38 zur Verfügung hat, steht dem Sprung nach oben nichts im Wege", sagt Geschäftsführer Peter Buckley.

Informationen: Apparel Computer Systems, Leostr 76, 4000 Düsseldorf 30, Tel: 02 11/57 59 92