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20.05.1994

Die Aktie von Hewlett-Packard liegt immer noch gut im Rennen

Von Arnd Wolpers

Die Aktienkurse der Hewlett-Packard Company steigen und fallen seit vielen Jahren nach dem gleichen Saisonmuster. Die Aktie bildet im ersten Halbjahr - zumeist im Fruehjahr - ein Hoch, um dann im Sommer oder Herbst an Wert zu verlieren. In diesem Jahr verlief die Entwicklung aehnlich, wenn auch zeitlich verfrueht. Nachdem das Unternehmen Ende Januar nach dem Abschluss des ersten Quartals des Fiskaljahrs 1994 einen um 41 Prozent gesteigerten Gewinn je Aktie von 1,42 Dollar bekanntgab, sprang der Kurs auf 93 Dollar. Wer damals getreu der Devise "sell on good news" verkauft haette, waere zum historischen Hoechstkurs ausgestiegen. Seitdem hat sich die Notiz um mehr als 15 Prozent zurueckgebildet und lag zeitweise unter 75 Dollar.

Die Aussichten fuer Hewlett-Packard bleiben guenstig, die Aktie sollte auch 1994 besser als der Gesamtmarkt abschneiden. Marktbeobachter erwarten wegen des veraenderten Zinsumfeldes (steigende Zinsen im US-Dollar-Raum) ein Ende der Wall-Street- Hausse in diesem Jahr. Allerdings zeigt sich die US-Boerse von diesem monetaeren Gegen- wind wenig beeindruckt, da die Unternehmensgewinne schneller steigen als die Zinsen. Diese Interimsphase duerfte noch einige Monate anhalten.

Hewlett-Packard wird 1994 zirka 5,7 Dollar je Aktie verdienen - so lautet der Durchschnitt der Schaetzungen nach Veroeffentlichung des Gewinnsprunges fuer das erste Quartal. Fuer 1995 werden 6,5 bis 6,7 Dollar je Aktie prognostiziert. Den Schaetzungen fuer 1995 liegt eine Gewinnmarge von 9,2 Prozent vor Steuern zugrunde beziehungsweise eine Marge nach Steuern von 5,9 Prozent. Im ersten Quartal des Fiskaljahrs konnte die Vorsteuermarge auf 10,5 Prozent gesteigert werden. Die Gewinnschaetzungen lassen also noch Luft fuer positive Ueber- raschungen.

Das Produktmix von Druckern ueber Workstations, Multiuser-Systeme bis hin zu Analysetechnik macht Hewlett-Packard zu einem der am besten diversifizierten DV-Werte. Dank der breiten Produktpalette von Tintenstrahldruckern (etwa ein Drittel des Umsatzes) verfuegt Hewlett-Packard ueber eine ausgezeichnete Stellung im Peripheriemarkt. Steigende Marktanteile, weiterhin hohe Auftragseingaenge und im Gegensatz zu manchem Wettbewerber eine verbesserte Gesamtmarge sollten Hewlett-Packard ueberdurchschnittlich von der Konjunkturerholung im US-Markt profitieren lassen. Auch in Europa kletterte der Wert der Bestellungen um 24 Prozent.

Die Bilanzqualitaet von Hewlett-Packard ist ausgezeichnet. Die langfristigen Verbindlichkeiten liegen bei fuenf Prozent des Eigenkapitals. Eine Gewinnmarge von nahezu sechs Prozent nach Steuern und eine Rendite von 14 Prozent, bezogen auf das Eigenkapital, liegen ueber dem Branchendurchschnitt. Fuer 1995 schaetzen Wall-Street-Analysten einen Umsatz von 27,5 Milliarden Dollar. Die Aktie sollte weiterhin besser als der Marktdurchschnitt abschneiden.