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Energo-kybernetische Strategen prophezeien:

Die Allround-Männer im Spezialisten-Look

15.12.1978

FRANKFURT - IBM-Chefberater Peter Lindemann sprach in Frankfurt vor 1500 Absolventen und Interessenten der "Energo-Kybernetischen Strategie" (EKS) über die "Arbeitswelt von morgen". Anlaß war die 8. Jahreshauptversammlung der "Leistungsgemeinschaft EKS e. V." Doch zuerst schilderte als Hauptreferent der EKS-Begründer Wolfgang Mewes, wie man sich beruflich am besten "vermarktet". Nach diesem strategischen Aperitif bekamen die Zuhörer einen Einblick in die Arbeitswelt des Prof. Dr. Peter Lindemann.

So mancher im Auditorium blickte zufrieden auf, als er hörte, daß die Tendenz immer mehr von der "Durchführung" der Prozesse in Fabrik und Büro zur "Steuerung" der Prozesse hinführe. Anderen schien sogar die Freude an der Arbeit wiedergegeben, weil sie vernehmen durften, daß es sich - laut Lindemann - immer mehr lohnen wird, zu leben und zu arbeiten. Der IBMler (er ist zudem auch Honorarprofessor an der Uni Mannheim) sieht optimistisch in die Zukunft! Die Rolle des Menschen in der Arbeitswelt wandle sich vom Schaffer zum Denker. Das Thema "Humanisierung" antippend, suggerierte der Techno-Prophet, daß ein "Zurück (vom Fließband) zur Werkstatt unsere Probleme nicht lösen könne. Viel logischer sei es, nach vorn zu "marschieren", wobei man die schematischen Arbeiten der Maschine "übertragen" müsse, die "Spezies Mensch" solle nur noch managen oder tasten, Knöpfe und Hebel bedienen. Lindemann: "Der Umgang mit Modellen ganz besonders mit Zukunftsmodellen wird in nächster Zeit ganz erheblich zunehmen. Modelle werden auch immer wirkungsvoller eingesetzt werden können, da durch die Computertechnik und den Bau von umfassenden Informationssystemen entsprechende Modellsimulationen in großem Umfange möglich werden."

Aber das Pro und Kontra zur vorprogrammierten Zukunft konnte der Erfolgskybernetiker auch nicht in eitel Wohlgefallen auflösen. Übereinstimmung zwischen Referenten und Auditorium herrschte nur darüber, daß es beim beruflichen Aufstieg nicht so sehr auf Wissen und Engagement ankomme - entscheidend sei vielmehr das Einhalten gewisser (strategischer) Spielregeln. Es gelte vor allem, möglichst praxisnah bei einer eng umrissenen Zielgruppe jenen (kybernetischen) Punkt zu treffen über den sich dann Erfolgsautomatismen in Gang setzen lassen.

Typische Beispiele für dieses Feedback-Know-how seien IBM, Nixdorf CTM oder Diebold. Je mehr man sich mit einer spezifischen Stärke zur Rarität mache und sich dennoch - so Strategiepapst Mewes - entsprechend anbiete, desto zwangsläufiger stelle sich der Erfolg ein.

Beispiel der problem- und marktorientierten Selbstdarstellung eines EDV-Experten (VB und MDT) auf Stellensuche.

Die Standpunkte von Lindemann und Mewes, das zeigte die EKS-Tagung auch weichen in einem entscheidenden Punkt voneinander ab: Während Lindemann für Wissensbreite ist, redete Mewes der Spezialisierung das Wort. Dabei warnte er allerdings - in versierter Rückversicherungsmanier - zugleich vor der Gefahr einer falschen Kräftekonzentration Man dürfe sich nicht - wie bisher meist üblich - auf bestimmte Wissensgebiete Techniken, Methoden, Verfahren, Länder, Regionen, Produkte oder Leistungen konzentrieren.

Andrea Dietrich ist freie DV-Fachjournalistin.

Zielgruppe: MDT-Hersteller, Software-Produzenten, EDV-Beratungen

Eisbrecher: "Suchen Sie einen erfahrenen Vertriebsmann mit speziellem Know-how für den Soffware-Verkauf bei kleinen und mittleren Unternehmen?"

Problem-Ansprache: "Eine Vielzahl konkurrierender Standardprogramme und ein Überangebot an Rechenkapazität erschweren heute das Geschäft. Liegt Ihr Engpaß darin, Neukunden für Ihre Software-Pakete zu gewinnen?"

Spezifische Selbstdarstellung: "Ich habe mich in den letzten Jahren erfolgreich darauf spezialisiert, bedarfsgerechte Software zu verkaufen. Meine EDV-Kenntnisse sowie meine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit EDV-Herstellern, Rechenzentren und Software-Häusern sind in sieben Jahren gereift. An der Verkaufsfront stehe ich schon seit zehn Jahren und verfüge über ausgezeichnete Kundenkontrakte. Ich kann Ihnen ein ausgereiftes EDV- und Vertriebs-Know-how gleichzeitig anbieten."