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Electronica 74:

Die Amerikaner machten die größten Gewinne

04.12.1974

MÜNCHEN - "Die electronica war die beste Market-Promotion für die US-Elektronik-lndustrie; wir konnten die Umsätze im Direktverkauf auf der Messe gegenüber 1972 verdreifachen, die zu erwartenden Verkäufe in den nächsten Monaten werden sich verdoppeln." So Mr. Harold Bromel, Direktor der US-Exhibition und Repräsentant des Handelsministeriums.

Die electronica, in München 1964 erstmals veranstaltet, hat sich inzwischen zur weltgrößten Messe für elektronische Erzeugnisse (Bauelemente, Fertigungseinrichtungen, Meß- und Prüfeinrichtungen) entwickelt.

Für amerikanische Zulieferanten ist der deutsche Markt um so interessanter, da nach Auswertungen der Marketing-Research-Abteilung des US-Handelsministeriums eine Umsatzsteigerung in der Elektronikindustrie von 6,3 Milliarden 1972 auf 10 Milliarden Dollar 1975, also eine Steigerung um 60 Prozent, zu erwarten ist.

Deutschlands Einfuhr an elektronischer US-Ausrüstung betrug 1972 42,4 Millionen Dollar; bis 1977 wird eine Steigerung auf über 177 Millionen Dollar erwartet.

Deshalb engagierte sich die Overseas Management Branch, Abteilung internationale Fachmessen, des US-Handelsministeriums, um in einer geschlossenen Ausstellergruppe amerikanische EIPT-Produkte vorzustellen: 58 Aussteller vertraten auf der electronica 78 amerikanische Hersteller von elektronischen Erzeugnissen.

Die Fachabteilung des US-Handelsministeriums übernimmt dabei die gesamte Organisation, Market-Promotion und Public Relations wie Konferenzen und Presseinformationen für die amerikanischen Aussteller.

"Der Erfolg unserer amerikanischen Gruppe war großartig, und die Umsätze übertrafen bei weitem unsere Erwartungen", sagte Harald Bromel. "Die Direktverkäufe auf der Electronica verdreifachten sich von 1,1 Millionen Dollar (t972) auf 3,4 Millionen Dollar (1974). Die zu erwartenden Verkäufe in den nächsten zwölf Monaten werden sich aufgrund von electronica-Kontakten und Ausstellerbefragungen um rund hundert Prozent von 16 Millionen Dollar (1972) auf 30 Millionen Dollar (1974) erhöhen."

H. Bromel rechnet dabei mit weiteren 3800 potentiellen Kunden.

Der Erfolg der electronica zeigt sich auch daran, daß die Besucherzahl von 60 000 auf 73 000 stieg. 1972 waren 19 Länder vertreten, 1974 stieg die Anzahl auf 24 Länder.

Dabei hatte jeder US-Hersteller Kontakt mit Nachfragern aus mindestens einem zusätzlichen neuen Land und maximal aus acht Ländern.

Die Fachabteilung des US-Handelsministeriums konnte 28 neue Agenten für US-Hersteller auf der Messe vermitteln und rechnet in der nächsten Zeit mit der Ernennung von 236 weiteren Agenten aufgrund von electronica-Kontakten.

Ein besonderes Lob hatte Mr. Harold Bromel, mit deutschen Vorfahren und dem Aussehen eines schottischen Landlords, für die MMG (Münchener Messegesellschaft): "Es sind die smartesten und besten Leute, mit denen ich je auf einer Messe zusammengearbeitet habe."