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15.03.1991 - 

Gemeinsame Suche nach transparenten Multivendor-Lösungen

Die Anwender halten Einzug ins OSI Network Management Forum

FRAMINGHAM/MÜNCHEN(IDG/sch) - Das OSI Network Management Forum kommt auf die Dauer ohne eine Verstärkung aus dem Anwenderlager offenbar nicht aus. Von der jetzt anvisierten Zusammenarbeit versprechen sich die OSI-Verfechter aus Bernardsville Fortschritte im Ringen um ein Mehr an Interoperabilität Rachen den verschiedenen Netz-Management-Systemen.

Als ideale Kandidaten für die Mitgliedschaft - das Forum geht von einer Kooperation mit zunächst 15 bis 18 Benutzern aus - werden nach Angaben des kürzlich zum Präsidenten der Organisation bestimmten Robert Montgomery Firmen angesehen, die sich im Bereich Netzmanagement mit Unzulänglichkeiten und Problemen herumschlagen. In Betracht kämen dabei auch Anwender, die sich nicht ausschließlich OSI-Lösungen verschrieben haben.

Im Zuge seiner verstärkten Praxisorientierung will die OSI-Gruppe bisher definierte Spezifikationen, die dem Vernehmen nach mittlerweile die Grundlage für zahlreiche Produktentwicklungen abgeben, weiter verfeinern beziehungsweise ergänzen. Dem Forum liegt laut, Montgomery bereits im Vorfeld der Öffnung eine ganze Reihe von Anforderungen und Vorschlägen vor, die Benutzer während eines kürzlich stattgefundenen Roundtable-Gesprächs vorgebracht hätten. Demnach sind offene Funktionalitäten beispielsweise in den Bereichen Zugriffskontrolle, Sicherheit, Bestandsaufnahme, Berichtswesen, LAN-Kontrolle und Wiederinbetriebnahme des Netzes nach etwaigen Ausfällen erwünscht. Als weitere Priorität wurde jedoch das Ziel genannt, die Anzahl von Management-Workstations in Multivendor-Umgebungen zu senken.

Auf der Entwicklungsseite schließlich bieten diese Werkzeuge Möglichkeiten zur computergestützten Software-Entwicklung. Sie verfügen in der Laufzeitumgebung bei Bedarf über Standards wie TCP/IP, X-Windows und/oder erlauben die transparente Koppelung eines Echtzeit-Zielsystems mit einem UNIX-System. So sind auch bei Vx-Works in einer mit Sun-OS gekoppelten Umgebung via NFS gegenseitige Zugriffe auf die Dateisysteme zwischen Echtzeit- und Unix-Betriebssystem möglich.

Existiert dann überhaupt ein Bedarf für eine "eierlegende Wollmilchsau" - für ein Echtzeit-Unix, das wirklich alles gleich gut kann? Sicherlich nicht. Die Trennung muß hier wiederum bei den Anwendungen der Systeme gezogen werden. Erfordert die Zielapplikation ein gering ausgeprägtes Echtzeitverhalten, beispielsweise eine deterministische Reaktion innerhalb von Millisekunden, darüber hinaus aber keine der ausschließlich bei den puren Echtzeit-Betriebssystemen zu findenden Eigenschaften und wird auf der andeuten Seite aber eine "echte" Unix-Kompatibilität zum Beispiel bezüglich des I/O-Systems gefordert, so ist sicherlich ein Echtzeit-Unix die richtige Lösung.

Es wird, solange die anderen Parameter stimmen (Preis, Kompatibilität, Echtzeit-Leistung), in jedem Fall geeignet sein, "Unix-Lookalikes" mittelfristig zu ersetzen. Sie werden andererseits aber zweifellos die kleinen, spezialisierten Echtzeit-Kernels für Embedded Systeme, die in großen Stückzahlen einen geringen Codeumfang bei hoher Echtzeitleistung zu einem geringen Preis bieten, nicht substituieren können. Wir werden also auch in Zukunft neben Unix mit diesen Echtzeit-Kernels leben müssen. Aber warum eigentlich "müssen"? Wilden doch auch in unserem Privatleben Einheitsprodukte nicht ohne weiteres akzeptieren, warum also sollten wir so ein Ziel bei der Realisierung unserer Projekte verfolgen?