Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.05.1995

Die Anzeichen sprechen fuer den Power-PC

PARIS (IDG) - Wohin geht die Reise? Diese Frage bleibt bei Bull auch in bezug auf die Produktstrategie nicht aus. Bisher hielten sich die Bull-Offiziellen diesbezueglich noch bedeckt. Analysten wagen aber bereits Spekulationen, dass der Zug aufgrund der sich aendernden Besitzverhaeltnisse in Richtung Power-PC abfaehrt.

Mit der Ankuendigung der "Escala"-Modelle im letzten Jahr war Bull der erste Anbieter von symmetrischen Multiprozessor-Servern auf Basis des Power-PC-Chips. Nachdem nun Motorola seinen Anteil an dem franzoesischen Unternehmen erhoeht hat, werden den Analysten zufolge Synergien zum Tragen kommen. "Es ist klar, dass Motorola eine Entwicklung von Power-PC-Systemen sehen will", meint Dean McCarron von Mercury Research Inc. Das bestaetigt auch Bill Spencer, Corporate Vice-President bei Motorola in Schaumburg, Illinois: "Es besteht die Moeglichkeit, neue Produkte zu entwickeln, die in erster Linie von Bull verkauft werden."

Im Gegensatz zu Motorola hielt sich NEC mit Aeusserungen ueber die Produktstrategie der Franzosen zurueck. Dass auch das japanische Unternehmen versuchen wird, in bezug auf das kuenftige Angebot ein Woertchen mitzureden, steht fuer Marktbeobachter jedoch ausser Frage.

Fuer McCarron wuerde die Ausrichtung auf den Power-PC Sinn machen, da sich die breitgefaechterte Produktlinie von Bull mit der Einsatzbreite des RISC-Prozessors deckt. Falls Bull den von Motorola, IBM und Apple entwickelten Chip bei der gesamten Server- und Workstation-Palette einsetzt, koennte das Unternehmen im europaeischen Markt einen grossen Schritt nach vorn tun, mutmasst ein Analyst. "Motorola sollte Bull bei seinen Open-Systems-Aktivitaeten unterstuetzen und diese Plattform pushen", meint auch Jane Doorly, Director fuer Computersysteme und -services bei der Londoner Niederlassung von Dataquest.

In einem Produktbereich wird Motorola allerdings nur schwer zum Zuge kommen: bei den Desktop-PCs von Zenith Data Systems Corp. (ZDS). "ZDS investiert in prozessorunabhaengige Architekturen, um die Nutzung von RISC in einigen Systemen auszubauen. Aber derzeit bestehen keine Plaene, den Power-PC in diesen Rechnern einzusetzen", erklaert Patrick Marx, Vice-President fuer Unternehmenskommunikation bei der Bull-Tochter in Buffalo Grove, Illinois. "Es kommt darauf an, zu liefern, was der Kunde will. Zweifellos sind wir stark mit Intel verbunden, und da ist heute auch der Markt."